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Posts Tagged ‘Barbeque’

PULLED PORK! Der Klassiker des amerikanischen BBQ stand mal wieder an. Und wer mich kennt, der weiß ja, dass ich griechische (Grill-) Küche sehr liebe – was lag also näher, als einmal ein Pulled Pork „greek style“ zuzubereiten?

Das Ausgangsmaterial ist eine perfekt parierte Schweineschulter von ClickandGrill – wie immer großes Lob für die sich in der Fleischqualität niederschlagende Viehhaltung der zuliefernden Landwirte, das handwerkliche Geschick der Metzger und die logistische Meisterleistung des stets pünktlichen und vorbildlich gekühlten Versands. Übrigens: Warum ich Pulled Pork nur noch aus der Schweineschulter mache, habe ich hier geschrieben.

Schweineschulter in bester Fleischqualität von ClickandGrill.

Schweineschulter in bester Fleischqualität von ClickandGrill.

Die Schulter reibe ich leicht mit Öl ein und rubbe sie reichlich mit meinem 4G-Rubmeiner griechischen Gewürzmischung. Rubben heisst einreiben, also reibt und knetet den Rub bitte auch ordentlich in das Fleisch. 😉
Das Fleisch spritze ich anschließend mit meiner griechischen Injektionsmarinade aus 50ml Ouzo, 50ml Olivenöl, 50ml Hühnerbrühe und 1 geh. EL meines 4G-Rubs. Alles sorgsam miteinander verrühren, durch ein Haarsieb geben und auf die Spritze ziehen, um das Fleisch zu impfen.

Gespritzt, geölt und gerubbed mit 4G.

Gespritzt, geölt und gerubbed mit 4G.

Da ich zu griechischem Essen gerne Wein trinke, wähle ich zum Smoken meines griechischen Pulled Pork Räucherholz aus Rotwein-Eichenholzfässen von Smokewood Germany. Das Holz hat eine tolle Rotweinnote und der Rauch riecht einfach nur lecker.

Räucherholz aus Rotweinfässern von Smokewood Germany.

Räucherholz aus Rotweinfässern von Smokewood Germany.

Low & Slow bei 110-120°C Gartemperatur.

Low & Slow bei 110-120°C Gartemperatur.

Mein Napoleon LE3 ist ideal zum low & slow Grillen: linker Brenner klein, die anderen Brenner aus und schon herrscht die perfekte Temperatur unter der Haube. Dauerhaft und zuverlässig.

Nach 20 Stunden bei 93°C Kerntemperatur.

Nach 20 Stunden bei 93°C Kerntemperatur.

Wunderbar krustiges Pulled Pork, ohne zu schwarz oder gar verbrannt geworden zu sein. DIESE Kruste ist mal wirklich lecker und ohne Bitterstoffe. Mmmh, wie das duftet! GRIECHENLAND! 🙂

Links das Fleisch, rechts die Reste.

Links das Fleisch, rechts die Reste.

Mit ein Grund, warum ich Schulter für PP so sehr liebe: ich ziehe die Muskelzapfen ebenso leicht heraus wie den Knochen. Es bleibt ausser der Schwarte kaum Schwabbel zurück im Vergleich zu Nacken.

Pitabrot, Krautsalat, Fleisch, Zwiebelringe und Zaziki.

Pitabrot, Krautsalat, Fleisch, Zwiebelringe und Zaziki.

Köstliches Gyros-Pita, lecker.

Da ich das PP zum Testen und daher nur für uns zwei Esser gegrillt hatte, blieben etliche Reste. Was tun? Am nächsten Tag Zwiebeln in Butter und Olivenöl mit meinem 4G-Rub anschwitzen und das PP darin braten, schmeckt wirklich super.

Resteessen: Gebraten in Butter, Zwiebeln und Rub.

Resteessen: Gebraten in Butter, Zwiebeln und Rub.

Und schnell kleine Pitabrote getoastet und bestückt sowie Pommes dazu frittiert. Schmeckte auch am Folgetag nochmal sehr gut. Auch dem Nachbarn. 😉

Resteessen: Pitaburger mit Pommes & Joppiesaus.

Resteessen: Pitaburger mit Pommes & Joppiesaus.

Jetzt erstmal einen Ouzo: Yammas, meine Freunde!

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Da in 10 Tagen mit „Old Mountain 2014 – Nummer V lebt!“ mein inzwischen fünftes Grilltreffen „Just Men, Meat & Beer“ startet, ist es höchste Zeit für einen Rückblick auf das letzte Jahr. Auch, um die Teilnehmer erneut zu Höchstleistungen an den Grills anzuspornen. 😉

Dank allen Teilnehmern von 2013! Dank auch für die Fotos – die Rechte liegen bei den Urhebern.

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Ich bin kürzlich mal wieder in Enschede/NL gewesen und habe aus den dortigen Asia-Shops tütenweise Spezereien getragen. Darunter auch vier Fertigmarinaden/-saucen, die ich mit Ribs testen wollte.
1 = Marinade aus Surinam
2 = Sauce aus China
3 = Marinade aus Surinam
4 = Marinade von den Philippinen
Dann habe ich am Samstag 4 Rippenspeere gekauft, gesäubert, von überschüssigem Fett befreit, die Silberhäute abgezogen und die Speere geteilt. Je Marinade/Sauce wurden 2 Ribs eingelegt und für 24 Stunden kalt gestellt.
Sonntag habe ich die Weberkugel mit dem Smokenatoreinsatz auf 200°C eingeregelt und die Ribs aufgelegt (Tropfschale darunter nicht vergessen!).
Nach einer Stunde sehen sie schon gut aus, jetzt moppe ich sie noch mit der jeweils passenden Mariande/Sauce und grille 30 Minuten bei weiterhin geschlossenem Deckel.
Nach insgesamt anderthalb Stunden sind die Ribs fertig, der Zucker ist schön karamellisiert.
Ich schneide sie den Knochen nach in Stücke und serviere sie auf einem asiatischen Bett aus gebratenen Nudeln.
„BISS zum Abendverdauen.“
Fazit: Frau und Kind fanden 1 und 4 am besten. Klarer Sieger für mich war jedoch die chinesische Sauce mit deutlich heraus zu schmeckendem Fünfgewürzanteil, das waren leckere Lebkuchenribs. Nummer 4 landete auf dem zweiten Platz, schön würzig und leicht scharf. Dann folgten Nummer 1 und 3, wobei Nr. 3 doch pikant/hot sein sollte, wovon allerdings absolut nichts zu schmecken gewesen ist.
Insgesamt muß ich aber sagen, dass mir selbst gewürzte und marinierte Asien-Ribs immer noch am besten schmecken.

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Wo ich heute schon mal im Pflaumensaucenwahn bin, reiche ich noch ne BBQ-Sauce nach.
Keinen Liquid Smoke im Haus? Egal. Typischer Rauchgeschmack kommt auch anders an die BBQ-Sauce:
Acht dicke Pflaumen und acht Tomaten waschen und eine Form mit braunem Zucker ausstreuen.
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Die Tomaten halbieren und den Strunk (nicht den Heinz!) entfernen, die Tomaten halbieren und entkernen. 16 Pflaumen- und 13 Tomatenhälften finden Platz in der Form. Der Rest ist für den Koch…
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Den Smokenator voll bestückt erhitzen (ohne Wasserwanne!) und die Kugel auf 200 bis 220°C bringen. Dann die Form aufsetzen. Feinkost Albrecht sei dank, die paßt genau!
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Nun heißt es, kräftig mit Hickory zu smoken! Kräftig! Nach einer Stunde sehen Tomaten und Pflaumen so aus:
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Da geht noch was. Also widme ich mich der restlichen Saucenzusammenstellung:
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Den Pflaumenwein hatte ich geöffnet und dran geschnuppert – nö, paßt nicht zur Sauce. Weiter im Text: ein kleines Stück Sellerie sehr fein hacken, eine halbe Gemüsezwiebel würfeln. Beides in neutralem Öl (Erdnuß oder Sonnenblume) anbraten, bis die Zwiebeln braun sind. Her mit den Röstaromen!
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Die Habanero samt Innenleben sowie drei Knoblauchzehen hacken.
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Ab in den Topf und kurz mit braten. Drei gehäufte TL süßen Paprika einrühren und mit gut 200m Apfelessig und 150 bis 200ml Cola ablöschen. 500ml Ketchup und 3 EL Worcestersauce einrühren und alles köcheln lassen. Upps, den Rübensirup vergessen! Ca. 5 EL hinzu geben.
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Nach gut 2 Stunden Smoken mit Hickory sehen Tomaten und Pflaumen perfekt aus:
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Näher ran:
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Den kompletten Inhalt der Form zur Sauce geben:
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Alles zusammen pürrieren und abschmecken mit 2 Msp Zimtpulver, Saft einer halben Zitrone, 4 EL Pflaumenmus, gemahlenem Salz, Selleriesalz und Ingwerpulver. Dazu eine Nelke und einen TL voller Piementkörner mit etwas grobem Salz mörsern.
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Fünf, sechs Drehungen mit dem Stössel:
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Zur Sauce geben und weiter köcheln. Ein letztes mal Abschmecken: seeehr lecker!
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Ich hatte ganz vergessen, wie scharf eine einzelne Habanero sein kann. 😉
Dann eine gute Tasse Bourbon einrühren.
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Abschmecken: Klasse, der Bourbon hatte wirklich noch gefehlt, jetzt paßt alles.
Und abfüllen:
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Jetzt stehen die Gläser erstmal im Keller und das letzte große Glas mit wenig Inhalt wird Freitag zu den „Ribs der Meister“ verzehrt.

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Ein kleiner Schritt für die Weberkugel, aber ein großer Schritt für mich: ein Grill-Tag über ganze 12 Stunden mit 3 verschiedenen Gerichten. Ein Job für den Smokenator – von 8 Uhr früh bis 20 Uhr abends.

Der Anlaß:
Das jährliche Treffen mit meinen beiden ältesten Freunden zum digitalen Zocken (PC, PS2, XBox) von 12 Uhr mittags bis spät in die Nacht. Ein grandioser Spaß war dabei Guitar Hero III auf der XBox, DAS rockt!

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Der Plan:
Zu Mittag soll es Spare Ribs geben (ok, es gab natürlich Baby Back Ribs), mit den köstlichen selbstgemachten Wedges meiner Frau aus dem Ofen und Sour Cream (lecker von Apostels aus dem Edeka). Nachmittags Pastrami-Sandwiches und abends Pulled Pork.

Die Rezepte:

Die Ribs mit der Basic BBQ Rub trocken rubben und eingetütet für bis zu 24 Std. in den Kühlschrank stellen. Für dreieinhalb Stunden low & slow in die Kugel, davon die ersten 2 Stunden smoken. Dann für anderthalb Stunden einzeln als Päckchen in Jehova mit je einem kleinen Schlückchen Cidre/Apfelsaft und in der Kugel weiter garen. Danach mit BBQ-Sauce mobben und über Glut je Seite 10 Minuten karamellisieren. Servieren. Dazu BBQ-Saucen, Wedges und Sour Cream.
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Die Putenbrust mit der Pastrami-Rub trocken einmassieren, eintüten und für bis zu 24 Std. in den Kühlschrank stellen. Für ca. 4 Stunden auf den Rost zum Niedrigtemperaturgaren, davon die ersten 2 Stunden smoken. Vorab ein Sondenthermometer in das Fleisch schieben, ab 75° Grad Celsius Kerntemperatur ist die Brust dann fertig (sie startet bei 4° Grad!). Die Pute bei Zimmertemperatur auskühlen lassen, dann in den Kühlschrank zum weiteren Durchkühlen. Mit dem Schinkenmesser der Brotschneidemaschine in dünne Scheiben schneiden. Große Sandwichtoastscheiben mit Mayonnaise und Senf bestreichen, Essiggurken sehr dünn aufschneiden und belegen, ordentlich Pastramischeiben drauf, zuklappen und feste andrücken. In Dreiecke schneiden und servieren.
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Für das Pulled Pork die Schweineschulter mit der Basic BBQ Rub trocken rubben und eingetütet für bis zu 24 Std. in den Kühlschrank stellen. Danach mit Bindfaden fest zusammenbinden und für gute 12 Stunden low & slow garen, davon die ersten 2 Stunden smoken. Die Essigsauce vorbereiten und nach Belieben das Fleisch während des Garprozesses mehrfach mobben, es geht aber auch gänzlich ohne Mobben. Nach Ablauf der Garzeit den Braten in Jehova packen und 1 Stunde ruhen lassen. Danach mit den Händen zerreissen/zerfasern (pullen) und mit der angewärmten Essigsauce vermischen. Hamburgerbrötchen halbieren. Die Unterseite mit Cole Slaw belegen. Darauf das Pulled Pork verteilen, die Brötchenoberhälfte fest anpressen und servieren.
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Die Vorbereitungen:
Drei Tage zuvor das Fleisch beim Metzger bestellen. Als da wären 4 Stränge Ribs, 2 Kg Putenbrust (entbeint am Stück) und 2,5 Kg Schweineschulter mit Knochen und Fettschicht. Einen Tag zuvor Getränke, Gewürze und sonstige Zutaten kaufen, die Rubs mischen. Das Fleisch parieren, waschen, trocknen und die Haut der Ribs abziehen. Die Stücke entsprechend den Rezepten trocken rubben und in Müllbeutel packen. Dann ab in den Kühlschrank bis zum nächsten Morgen.

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Vorausschauend planen:
Damit alles gelingt, müssen die unterschiedlichen Gar- und Servierzeiten berücksichtigt werden. Ich habe mir einen Tagesplan in Excel angelegt, um mir über den Ablauf klar zu werden. Das war sehr hilfreich!

Sich den Problemen stellen:
Der Metzger hat mir 5 Ribstränge statt der bestellten 4 eingepackt (Platzproblem auf dem Rost?), nur 1,5 Kg Putenbrust statt 2 (ist ok) und 4,5 Kg Schweineschulter – also ganze 2 Kg zuviel (Garzeitenproblem?). Das Pulled Pork braucht 12 Stunden, der Smokenator hält aber nur 6 Stunden! Hinzu kam der plötzliche Wintereinbruch mit tiefen Temperaturen und starkem Schneefall über fast den ganzen Tag. Man liest ja soviel über Temperaturschwankungen beim Smoken in der Weberkugel bei niedrigen Außentemperaturen…

Loslegen:
7.30 Uhr aufstehen, den Smokenator mit Brekkies befüllen, 12 Stück wieder entnehmen und im AZK durchglühen. Dabei Kaffee trinken und die Schweineschulter mit Bindfaden schnüren, um einem späteren Auseinanderfallen des Fleisches im Grill vorzubeugen.
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Die glühenden Brekkies in den Smokenator füllen, Deckel zu und ca. 5 Minuten anglühen lassen (Vents oben und unten nur bleistiftbreit öffnen). Die Schweineschulter kommt in den Weber-Bratenkorb auf den Kohlegrill, die Ribs auf den Grillrost (8 halbe passen drauf) und die Putenbrust auf den Hovergrill zusammen mit den restlichen halben Ribs. In die Pute kommt die Sonde des Funkthermometers, das Kabel wird durch die Öffnung des oberen Vents geführt. Um 8 Uhr Wasser in die Smokenatorwanne füllen und Hickory-Chips auf die Kohlen legen. Deckel zu und smoken! Die nächsten anderthalb Stunden alle 30 Minuten Chips nachlegen und weiter smoken.
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Nach insgesamt dreieinhalb Stunden die Ribs in Jehova packen (s. Rezept). Nach einer weiteren halben Stunde ist die Pute gar – runter damit und auskühlen lassen (s. Rezept).
06Eine weitere halbe Stunde vergehen lassen und einen AZK halb befüllt durchglühen (ca. 20 Minuten). Die Ribs auspacken und moppen. Die Schweineschulter in Jehova packen und für ca. 1 Std. beiseite stellen. Die glühenden Kohlen auf den Kohlenrost geben, die gemoppten Ribs auf dem Rost je Seite bei geschlossenem Deckel karamellisieren. Die Ribs servieren (s. Rezept).
Den Grill komplett leeren und neu mit dem Smokenator bestücken, das Schulterstück erneut im Bratenkorb in die Kugel stellen, diesmal auf den Grillrost. Weitere sechs Stunden low & slow garen. Eigentlich muss der Braten dann nochmal für eine Stunde in Jehova, damit die Säfte sich setzen, aber uns fehlte die Zeit und der Hunger drängte.
09Ich habe das Pork also direkt heiß gepulled, dabei ist viel Saft ausgetreten und die Fleischstreifen wurden ein wenig trocken, aber nur minimal. Besser also die Jehovastunde berücksichtigen!
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Fazit:
Alle drei Gerichte schmeckten superlecker und sind zur Nachahmung anempfohlen! Das Putenpastrami ist absolut problemlos, schmeckt mir besser als das Rinderpastrami und ist zudem fettärmer. Mein Favorit! Besonders lecker ist ein Pastramisandwich am nächsten Tag und auch ein Pulled Pork Burger schmeckt am nächsten Tag nochmal so gut. 😉
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Wer einen Weber OTG Gold sein eigen nennt und ganze 5 Stränge Baby Back Ribs (pro Person 1 Strang) garen möchte, hat ein Problem: der Rost (Durchmesser 57cm) ist zwar ganz schön gross, aber so geräumig nun auch wieder nicht. Glücklich, wer da einen Smokenator 1000 mit Hovergrill hat – denn durch den Hovergrill erreicht man fast eine Verdoppelung der Garfläche!

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Die Ribs habe ich ein paar Tage vorher beim Metzger vorbestellt. Am Tag vor der Vergrillung habe ich sie abgeholt und zuhause gesäubert, abgewaschen und getrocknet. Dann die Silberhaut der Knochenseite abgezogen und beidseitig ordentlich mit der Basic Barbecue Rub einmassiert. Ab in einen Müllbeutel und für 24 Stunden in den Kühlschrank. Die Ribs ca. 2 Stunden vor Grillstart aus dem Kühlschrank nehmen und auf einem Backblech in den kalten Ofen schieben, damit sie dort langsam Zimmertemperatur erreichen.

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Eine halbe Stunde vor Start den Smokenator vorbereiten: mit Brekkies voll befüllen, davon dann wieder 12 Stück entnehmen und im Anzündkamin durchglühen. Die glühenden Kohlen in den Smokenator füllen und die Wanne einsetzen und mit Wasser befüllen. Zusätzlich eine Form mit Wasser auf den Kohlegrill stellen. Den Grillrost aufsetzen. Die Hälfte der Ribs auf dem Rost verteilen, den Hovergrill darauf setzen und die restlichen Ribs oben drauf legen. Hickory Späne durch die runden Löcher des Smokenator auf die Glut geben und den Deckel des Webers schliessen. Beide Vents dürfen bei mir nur max. Bleistiftbreit geöffnet sein, dann hält der Smokenator die Temperatur über fast 6 Stunden.

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Während der ersten 2 Stunden alle halbe Stunde wieder Holzchips nachfüllen und smoken, was das Zeug hält. Alle dreiviertel Stunde den Wasserstand kontrollieren bzw. immer wieder voll nachfüllen. Nach gut 3,5 Stunden bei 110 bis 130° Celsius die Ribs entnehmen und einzeln in Jehova packen (jeweils mit einem Schluck Cidre oder Apfelsaft für die Feuchigkeit) und wieder zurück auf die Roste legen. Nach 1 Stunde einen Anzündkamin mit ordentlich Brekkies durchglühen (20-30 Minuten).
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Nach also insgesamt gut 1,5 Stunden die Päckchen entnehmen, die Ribs mit BBQ-Saucen eigener Wahl moppen und wieder auf die Roste geben. Dabei zur Karamellisierung ordentlich glühende Brekkies in den Smokenator füllen und den unteren Vent öffnen. Die Temperatur sollte gut 200° Celsius erreichen. Nach einer viertel Stunde die Ribs drehen und nach einer weiteren viertel Stunde servieren. Klasse! Ein Traum!!!

Wichtig beim Betrieb des Smokenators ist, den Deckel mit der Lüftungsklappe entgegensetzt aufzusetzen, damit sich Feuchtigkeit, Rauch und Hitze durch die Kugel ziehen, bevor sie entweichen! Sehr schön sieht man diesen Effekt auf den letzten beiden Fotos, wo die hinteren, dem Smokenator abgewandten, Ribs deutliche feuchter aussehen, als die der Hitze näher liegenden vorderen Stücke. Daher sollte das Grillgut zur Hälfte der Garzeit umverteilt werden!

Meine Erfahrung: die Ribs auf dem höher liegenden Hovergrill bekommen wesentlich mehr Hitze und Rauch ab, als die Ribs auf dem „normalen“ Grillrost. Während die Ribs auf dem Grillrost perfekt und noch einigermaßen bißfest am Knochen waren (schön saftig), waren die Ribs vom Hovergrill sehr dunkel, sehr rauchig (ich mag das ja!) und fielen fast vom Knochen. Die weiblichen Gäste bekamen daher die Ribs vom Grillrost und waren begeistert. Die Männer erfreuten sich hingegen an den köstlichen Ribs vom Hovergill. Ein perfekter abend.

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Nee, war DAS lecker! Gestern abend habe ich echte Hamburger gemacht, direkt über der Flamme gegrillt und dabei mit geschlossenem Deckel gegart. Ein Gedicht!

Shoppinglist:

  • pro Burger/Person 200g Rinderhackfleisch
  • pro Person 1 Mega-Hamburger-Brötchen (Burger King Size)
  • 1 Eissalat
  • Rote Zwiebeln
  • Tomaten
  • American Hamburgersauce
  • Tomatenketchup
  • Dänischer Gurkensalat im Glas (Kühne)
  • pro Person 1 Scheibe Cheddar-Käse
  • pro Person 2 Scheiben Frühstücksspeck (Bacon)
  • 1 Butter

Einen Teller mit Küchenpapier belegen, sechs Streifen Bacon drauf und wieder mit Küchenkrepp belegen. Ab in die Mikrowelle bei voller Wattzahl für 3 Minuten schmurgeln. Bacon entnehmen.

Einen Anzündkamin voller Brekkies durchbrennen, die Brekkies auf den Kohlerost schütten und den Grillrost darüber einsetzen. Die Hände mit kaltem Wasser befeuchten und aus dem ungewürzten Rinderhack lockere Patties formen. Diese sollten einen grösseren Durchmesser haben als die Brötchen, da sie durch die Hitze noch schrumpfen. Sie dürfen auch nicht zu fest gepresst sein, da sie zu trocken werden! Mit dem kleinen Finger in die Mitte ein Loch pieksen, damit die Patties auch durchgaren und sich nicht wölben – keine Sorge, das Loch schließt sich beim Garen wieder!

Ein Küchenkrepp/Serviette/Papiertaschentuch mit Speiseöl tränken, mit der Grillzange greifen und den Grillrost damit abreiben, damit die Patties nicht festbrennen. Ein feuerfestes Schälchen mit Butter auf den Grill an die Seite stellen, damit diese während des Grillens zerfließt (brauchen wir später). Die Patties auf den Grillrost legen und den Deckel sofort drauf. Beide Vents voll offen! Nach 5 Minuten werden die Patties gewendet, schnell wieder den Deckel drauf. Nach weiteren 5 Minuten Deckel hoch und den Temperaturtest im Patty machen, es müssen 160° F sein, damit auch wirklich alle etwaigen Bakterien abgetötet sind. Patties beiseite stellen und erst jetzt großzügig salzen und mit frisch gemahlenem Pfeffer aus der Mühle kräftig würzen.

Die Brötchenhälften auf der Schnittseite mit der geschmolzenen Butter bepinseln (moppen) und mit der Butterseite auf den Rost legen für ca. 30 bis 60 Sekunden. Fertig und runter damit, schnell noch die vorgegarten Baconstreifen für 60 Sekunden angrillen und auf jede Brötchenunterseite einen Patty geben. Nach Belieben belegen: Salat, Zwiebelringe, Gurken- und Tomatenscheiben, Bacon, Käse, Hamburgersauce, Tomatenketchup, scharfe Sauce (Tabasco oder besser noch Habanero) und was euch sonst noch einfällt.

Die ganze Vergrillung läuft mehr oder weniger simultan ab und ist etwas stressig, da die Patties auf keinen Fall zu lange gegrillt werden dürfen, sonst werden sie zu Fleischbriketts. Ideal ist hier ein elektrisches Thermometer, dessen Sonde in einem Patty steckt und per Alarmpiepsen warnt, wenn der vorher festgelegte Temperaturwert (in diesem Fall 160° F) erreicht ist. Ich habe mein Thermometer zu diesem Anlaß eingeweiht und kann es gar nicht genug preisen. Die Patties waren locker, fluffig und sehr lecker.

Ein weiterer Streßfaktor ist der entstehende Rauch (Wasser und Fett tropfen in die höllisch heiße Glut) und der Kessel dampft, daß man dem Erstickungstod nahe kommt. Aber das Ergebnis lohnt die Mühe in jedem Fall.

Noch ein letzter Tipp: zum Hamburgerwenden unbedingt einen Küchenspatel nehmen und nicht die Grillzange, da sonst die Patties zerfallen können!

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