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Posts Tagged ‘Cole Slaw’

Besuch aus der Pfalz, ergo Familientreffen, was grill ich bloß? Schwere Frage, einfache Antwort: am ersten Abend Pulled Pork, am zweiten Abend Ribs.

Beim Championsleaguefinale-Grillabend hatte ich vom Blendi den hervorragenden Tipp bekommen, PP mal anders als gewohnt anzugehen und How to BBQ right zu folgen. Und dieser Tipp war Gold wert, wie ich Euch nachfolgend schildern werde. Danke Blendi, mein Freund.

Ich habe als Ausgangsmaterial zwei Schweinenacken mit Knochen genommen, insgesamt 5,2kg. Eine sehr großzügige Kalkulation für 8 Erwachsene, aber PP-Reste schmecken auch in der Zweitverwertung lecker und können zudem auch gut eingefroren werden.

Das Fleisch spritze ich am Vortag der Vergrillung mit einer Injektionsmarinade.

Pulled Pork mit einer Injektionsmarinade spritzen.

Pulled Pork mit einer Injektionsmarinade spritzen.

Für die Marinade nehme ich Apfelsaft, Zucker, Salz, Sojasauce und Worcestershire Sauce. Legt die Nacken zum Spritzen in eine hochwandige Schale oder Schüssel, denn es wird viel Marinade heraus- oder danebenfließen. Die Injektionsspritze dann tief einstechen und beim langsamen Herausziehen die Marinade injezieren. Diesen Vorgang pro Nacken gute fünf mal an unterschiedlichen Stellen wiederholen. Die Nacken dann mit der restlichen Marinade in TK-Beutel geben, eng zubinden und für 24h kalt stellen. Dabei ab und an mal wenden, damit die Oberfläche allseitig mariniert wird.

Am Grilltag richte ich meine Weberkugel mit einem offenen Kohlenring für’s lange indirekte Grillen her. In die Mitte des Kohlenrosts gebe ich dazu eine runde Pizzaform mit Alu ausgekleidet zum Auffangen herabtropfender Flüssigkeiten. Drumherum schichte ich die Kohlen. Auf das erste Viertel des Rings gebe ich Apfelholzchips zum Räuchern.

Die Schweinenacken nehme ich aus den TK-Beuteln und trockne sie sorgfältig mit Küchentüchern ab. Zurückbleibende Marinade koche ich etwas ein als Bestandteil meiner Moppsauce und Glace: Ribbers Rippenrot. Die Nacken reibe ich sodann rundum mit mittelscharfem Senf ein und würze großzügig mit meinem Magic Dust / Memphis Dust. Für mich immer wieder die beste Würzmischung für PP und Ribs. Eben schweinös lecker zu Schwein. 😉

Zwei handvoll glühende Kohlen lege ich zum Starten auf den Anfang des Rings. Nach der Minionmethode „frisst“ sich nun die Glut sehr langsam und über eine sehr lange Zeit durch die kalten Kohlen. Die beiden Nacken lege ich in die Mitte des Grillrosts, darunter auf dem Kohlerost die „Fettpfanne“. Deckel schließen, die Ventilationsöffnungen unten und oben nur bleistiftbreit geöffnet und schnell sind wir bei 100-110°C, unser angestrebten Gartemperatur. Diese hält die Kugel mit dem Minionring gut über die nun folgenden 16 Stunden.

Nackenbraten für Pulled Pork gerubbed auflegen.

Nackenbraten für Pulled Pork gerubbed auflegen.

Jetzt ist die Zeit, unter Zuhilfenahme des Marinadenrests die Moppsauce zu köcheln. Denkt daran, dass Euch das Moppen zwar ein Plus an Geschmack bringt, Euch aber bei jedem Moppvorgang Zeit durch Temperaturverlust kostet (geschätzt je 30 Min.). Wie heißt es doch so schön: „If you’re looking, you ain’t cooking!“

Nach zwei Stunden Grillen das Fleisch zum ersten Mal mit dem Rippenrot moppen (bestreichen).

Pulled Pork moppen, mit einem Mopp bestreichen.

Pulled Pork moppen, mit einem Mopp bestreichen.

Nach weiteren zwei Stunden ein weiteres Mal moppen.

Pulled Pork moppen, mit einem Mopp bestreichen.

Pulled Pork moppen, mit einem Mopp bestreichen.

Bei einer Kerntemperatur des Fleischs von 73°C nehme ich die Nacken vom Grill, moppe sie erneut, bestreue sie mit etwas Rub und schlage sie jeweils 3lagig in Alufolie. Dann kommen sie zurück auf den Grill. Solltet ihr vor den angestrebten 73°C bereits in einer Plateauphase sein (die Temperatur will und will nicht weiter steigen), was bei 70°C schonmal vorkommen kann, dann legt ruhig schon los mit diesem Schritt.

Pulled Pork in Alufolie wickeln.

Pulled Pork in Alufolie wickeln.

Bei einer Kerntemperatur von 90°C nehmt ihr die Nacken vorsichtig aus der Folie und wickelt sie gut abgetropft in frische Lagen Alufolie. Zurückbleibende Flüssigkeit gebt ihr zum Rippenrot, sie bringt den Rauchgeschmack in die Sauce. Nehmt eine Kühlbox, kleidet deren Boden mit einigen Lagen Zeitung aus, darauf legt ihr zwei mit fast kochendem Wasser gefüllte PET-Wasserflaschen, darauf die Fleischpäckchen, darauf wieder zwei Heißwasserflaschen, Zeitung und den Deckel schließen. Die Nackenstücke bleiben so locker 4-6 Stunden heiß, keine Sorge.

Zwei Stunden vor dem Essen öffnet Ihr die Ventile der Kugel etwas weiter um so auf 140°C zu kommen. Das dauert etwa 30 Minuten. Ihr hättet die Glut aber auch nach dem Herausnehmen des Fleischs ersticken und die Kugel säubern können. Dann müsstet ihr jetzt ein Setup für indirektes Grillen bei 140°C herrichten.

Die Nackenbraten nun seeehr vorsichtig aus der Folie nehmen, sie neigen zum Auseinanderfallen, und auf den Grillrost zurück legen. Nach Geschmack mit Rippenrot bestreichen und 30 bis 45 Minuten karamellisieren. Fertig sind unsere Nackenbraten!

Nacken für Pulled Pork fertig gegrillt.

Nacken für Pulled Pork fertig gegrillt.

Dann endlich können die Nacken gerupft und in Pulled Pork verwandelt werden. Mit der Wolf Claw geht das super.

Full Pull! Das Pullen des Porks.

Full Pull! Das Pullen des Porks.

Ich hatte bis dato kein so saftiges und geschmackvolles Pulled Pork und bin von dieser Art der Zubereitung sehr begeistert.

Saftiges Pulled Pork.

Saftiges Pulled Pork.

Serviert habe ich die Pulled Pork Burger bzw. Sandwiches mit meinem Incredislaw.

Ribber's Incredislaw - ein fruchtig-süsser Cole Slaw.

Ribber’s Incredislaw – ein fruchtig-süsser Cole Slaw.

Auf das Fleisch dann Rippenrot als Sauce und für den Extrawumms an Schärfe noch Jalapenoscheiben.

Pulled Pork Burger bzw. Sandwich.

Pulled Pork Burger bzw. Sandwich.

Sehr lecker war’s!

Ribbers Pulled Pork Injektionsmarinade:
0,5l Apfelsaft
1 EL Salz
2 EL brauner Zucker
2 EL helle Sojasauce
2 EL Worcestershire Sauce
Kurz unter Rühren aufkochen, damit sich Salz & Zucker vollständig lösen. Erkalten lassen.

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Ribber’s Incredislaw entstand in Anlehnung an den weltbesten Krautsalat von Becker-Feinkost.

Für das Dressing:

300g Mayonnaise
200g Sahne
mit dem Saft von
1 Dose Mandarinen (175g Abtropfgewicht)
1 Dose Ananas (175g Abtropfgewicht)
verrühren.

Die Mandarinen fein hacken und einrühren. Mit Salz und frisch gemahlenem weißen Pfeffer abschmecken.

Für den Salat:

Einen kleinen Weißkohlkopf putzen und sehr fein schneiden. 175g (Abtropfgewicht der Dose) gesüßte Ananasstücke halbieren und zugeben. Den Saft der Dose brauchen wir nicht. Das Dressing einrühren. Einige Stunden ziehen lassen, vor dem Servieren noch einmal durchrühren. Abschmecken mit Salz, Zitronensaft und ggfs. Zucker.

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Die Vorlage des Originals bleibt unerreicht, aber mein Incredislaw ist schon nah dran: süß-säuerlich, fruchtig und lecker.

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Mal wieder Pulled Pork! Aber diesmal in einer nervenschonenden Variante. In der Mitte ein rundes Pizzablech mit reichlich Jehova ausgekleidet. Die Kohlen ringsum angeschüttet.
Glühende Kohlen anlegen, Wasser in die Fettauffangschale geben und warten, wie die Temperatur sich entwickelt. Die Regler sind unten und oben je nur einen Spalt offen. In einer halben Stunde geht die Temperatur von 150°C auf 130° runter.
19.30 Uhr: Ich lege den mit Magic Dust gerubbten Nacken auf. Startgewicht: 2410g. KT bei 17°C.
Sonde rein, noch Hickorychips auf die Glut und Deckel dicht. GT bei 120°C.
21.30 Uhr: Der Minionring funktionert wunderbar! GT bei 120°C. KT bei 52°C.
Da kann ich wohl beruhigt in’s Bett.
06:30 Uhr: GT 110°C, KT 92°C
PP im Schlaf? (K)ein Traum!
07:40 Uhr: GT 110°C, KT 91°C
08:30 Uhr: GT 110°C, KT 92°C
09:00 Uhr: GT 110°C, KT 94°C
09:05 Uhr: piiiiiiiiiep KT 95°C, runter damit!
Sodele… nach insgesamt 13 Stunden und 35 Minuten liegt der Braten nun in reichlich Jehova in und unter Zeitung in der Kühlbox mit Heisswasserflaschen beschwert und dämmert dem Abend entgegen. Nach der anstrengenden Nacht auf dem Rost hat er sich das aber auch verdient. 😉
Da ist ein Fetzen Kruste am Rost hängen geblieben, schwupps in meinen Mund, nee wat lecker!
So sieht der Rest des Setups nach Vollzug aus:
Ich schätze mal, dass da noch 4 Stunden was gegangen wäre, länger aber wohl nicht. Für ein Pulled Beef leider zu wenig. Da kann man dann aber einfach den Ring nachlegen und weiter geht’s!
Da Pulled Pork nunmehr extrem entspannt von statten geht, gibt’s das nun öfter. 😉
Am Mittag aber nochmal die heißen Wasserflaschen getauscht und um 18.30 Uhr endlich den noch immer gut warmen Braten befreit. Endgewicht: 1553g – boff, gute 900g verloren in der Sauna.
Sohnemann durfte mit pullen und fand’s klasse. Zum PP gab’s wie immer den klasse Salat von Rüma, Burgerbuns normaler Größe sowie South Carolina Mustard Sauce (gelb) und Brennvattis PP&PB-Sauce (rot).
Mir schmeckte Brennvattis Sauce sogar noch besser als die SCMS, meiner Frau eine Mischung aus beiden.
Die restliche Hälfte des Bratens wurde nach dem Essen ebenfalls gepulled, vakuumiert und gefrostet für schechte Zeiten.
Lecker war’s – und dank der Unkompliziertheit des Minion-Rings gibt’s das jetzt gewiß öfter.

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