Werbeanzeigen
Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Gänsebraten’

Wie bereits angekündigt, grille ich dieses Jahr am ersten Feiertag eine Gans in Konkurrenz zu Mutters fabelhafter Gans aus dem Backofen (ich Depp!).
Mögen die Spiele beginnen…
Gestern brachten mir dazu mein Brüderchen und Nils Holgersson eine frisch geschlachtete Gans aus der Heimat. Dieser Kurierdienst wollte reichlich entlohnt sein mit köstlichem Winterbockbier (aus Einbeck, wo das Bockbier erfunden wurde!) und pro Nase mindestens zwei Hamburgern mit Le Big Makke Sauce.
4600g Gans, sehr schön.
Ab ins Brinebad nach meinem Truthahnrezept, allerdings um Wacholderbeeren und eine Zimtstange erweitert. Abschliessend mit Wasser und Apfelsaft auffüllen und den Vogel beschweren. Für 24 Stunden in den Kühler.
Am frühen mittag des ersten Weihnachtstages geht es los: Grill und Zubehör in den Wagen hieven, Klamotten, Geschenke, Frau und Kind verstauen. Ein Dunkles aus Franken und Altenmünster Winterbier aus dem Allgäu sind mit an Bord für den festlichen Tag. Ab geht’s über die A1 in den Norden zu meinen Eltern. Draußen herrscht ein Grau in Grau: Schneeregen, Regen und Nieselregen wechseln sich ab…
Nach Ankunft und Auspacken wird erstmal ein passender Grillplatz gesucht, der den Bedingungen trotzen kann (Regen und starker Wind). Am besten geht das mit einem Oude Genever und einem Glas Bier in der Hand. Schnell ist ein Patz gefunden und die Kugel mit Unterbau kann in Betrieb genommen werden. Auf den Kohlenrost lege ich flach zwei Ziegel, der Smokenator wird bestückt und der AZK entfacht.
Die außen und inwändig mit Salz und Pfeffer behandelte Gans kommt auf die mit heißer Hühnerbrühe gefüllte Kanone.
Die Fettpfanne wird mit einer Tasse Salzwasser befüllt.
Die Kugel steht bei 180°C. Die Fettpfanne paßt genau in die Kugel neben Smokenator und auf die Ziegel über dem Kohlrost.
Die erste Stunde smoke ich mit Hickory, das hat mir und meinen Gästen schön beim Turkey gut geschmeckt.
In Stunde 2 und 3 begieße ich die Gans halbstündlich mit dem salzigen Fett aus der Pfanne. Nach 3 Stunden zeigen beide Thermometer in linker Brust und rechter Brust 85°C Kerntemperatur und die Gans kommt aus der Kugel auf den Küchentisch.
Dort wird sie erstmal mit Jehova bedeckt und ruht für 20 Minuten. Genug Zeit für uns, die Bouillon zu essen!
Dann ANSCHNITT, mein Vater schwingt das Messer und ich die Kamera.
Haut: KROSS!
Fleisch: SAFTIG!
„Kommet ihr Hirten, die Gänse sind bereitet!“
Geschmack: KÖSTLICH!
„Jaja, und ich muss den ganzen Weg aus dem Morgenlande die Krone herbeischleppen für den Sieger!“
FAZIT: es gibt keinen eindeutigen Sieger, wir haben uns auf ein Unentschieden geeinigt.
Meine Mutter hatte wie stets zu Weihnachten die klassische Gans aus dem Ofen gebraten: kross, lecker, aber wie immer etwas zu trocken im Fleisch Meine war dank der Brine saftiger. Und den Rauchgeschmack liebe ich ja sehr, auch meine 71jährige Tante war davon sehr begeistert.
Der Abend klang dann noch sehr festlich an Kamin und Krippe aus.
Zur Hautfarbe meiner Gans: wer schonmal Geflügel gesmoked hat, weiß, daß sich die Haut extrem schnell sehr dunkelbraun färbt. die Tendenz ins Schwarze ist dann natürlich der Hitze geschuldet und dem Übergießen mit dem salzigen Fett. Das Ergebnis sieht kurz vor verbrannt aus, war es aber wirklich nicht: einfach nur lecker und knusprig. Eine Gans aus dem Backofen – oder ungeräuchert aus der Kugel – hat dagegen eine vornehme Blässe.
Werbeanzeigen

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: