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Posts Tagged ‘Habanero’

Ihr wißt ja, für eine echte Käsekrainer würde ich ja schon nach Österreich ziehen…
Da also von gestern abend noch Würstchen und Käse übrig geblieben sind, gibt’s heute mal ganz schnell Käsewürstchen. Raichlen hatte mal sowas mit Hot Dogs vorexerziert, die Würstchen der Länge nach halbiert, mit Käse und Jalapenoscheiben gefüllt, dann mit Kochgarn gebunden und gegrillt. Würstchenbondage? No way …
Die Ausgangslage: 3 Grillwürstchen, 3 Krakauer, Scheiben vom Emmentaler sowie meine Lieblingssauce in Sachen Habanerogeschmack und -schärfe (das Paprikapulver fand dann doch keine Verwendung).
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Erstmal die Grillwürstchen im Dreikantschnitt für einen Graben einschneiden.
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Hinein kommt Habanerosauce und Emmentaler.
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Dann die Krakauer einfach nur schlitzen.
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Ich fühlte mich irgendwie komisch dabei…
Die dünnen Emmentalerscheiben kann man sehr gut in die Schlitze hinein schieben.
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Die Würstchen erstmal indirekt aufsetzen für gut 5 Minuten, Deckel zu.
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Dann über die Glut, rechts und links kurz bräunen.
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Habanerokäsegriller an Sweet Baby Ray’s BBQ Sauce.
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Sehr lecker, guter Geschmack. Dann aber der Hit: Käsekraukauer mit Kren (Meerrettich)!
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Schmeckte sehr, sehr gut und wird in jedem Fall jetzt öfter gegrillt, wenn die Zeit mal wieder knapp ist.
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Zum gestrigen Strohwitwerabend haben sich 3 Freunde angesagt. Gut so bzw. da musste natürlich – neben Bier – auch Fleisch her! Der Plan für ein Jamaican Jerk Pork steht seit längerem, also bin ich am Vortag der Vergrillung bereits früh morgens für die Besorgungen los marschiert.
Da mein MdV (Metzger des Vertrauens) seit Wochen kränkelt, läuft’s da leider nicht mehr so rund. Von der eigentlich benötigten Schweineschulter war höchstens noch ein 1kg-Stück zu bekommen. Viel zu wenig! Also habe nach einer Alternative gesucht und habe sie auch erhalten: ein 2,6 kg Nackenstück und es sieht sehr gut aus! Das dürfte nicht so schnell trocken werden.
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In Jamaica wird das Pork über Pimentholz gegrillt. Da es das hier nicht gibt, sollte man unbedingt Pimentbeeren zum Smoken verwenden – der Geschmack ist unschlagbar. Also hatte ich mir im Gewürzversandhandel einen Beutel (500g) Piment bestellt und rechtzeitig liefern lassen.
Für die Marinade muss einiges an Sachen zusammen getragen werden.
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Ob nun von Steven Raichlen oder den ungezählten englischsprachigen Websites: die Zutaten sind fast immer gleich, auch in den Mengenangaben gibt’s nur wenig Unterschiede. Jedoch bei den zu verwendenden Chilis ist der persönliche Geschmack gefragt! Original sollen 12 (!!!) Habaneros sein.
Meine Zutatenliste sieht wie folgt aus:
  • 10 Habaneros (aber sehr klein, aus’m Kühler)
  • 2 Jalapenos (auch aus’m Kühler)
  • 3 Fresnos (dito)
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • 10 Knoblauchzehen (jaaa!)
  • Viel frischen Ingwer
  • 1 Bund Blattpetersilie
  • 1 Bund Koriander
Alles klein hacken und in den Mixer geben. Dazu:
  • Saft einer halben Limette
  • Schluck Planzenöl
  • Schluck Sojasauce
  • Schluck Rum (natürlich der kubanische!)
  • Schlückchen Weißweinessig
  • Halbe Hand voll grobem Salz
  • Hand voll braunem Zucker
  • 2 Esslöffel Thymian
  • 2 Esslöffel Majoran
  • 2 Esslöffel frisch gemörserter Piment (bitte kein Pulver!)
  • 1 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 gestrichener Teelöffel frisch geriebene Muskatnuß
  • 1 halber gestrichener Teelöffel Zimtpulver
Im Mixer zu einer schönen Paste verarbeiten.
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Riecht einfach oberlecker!
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Jetzt muss das Fleisch zum Einarbeiten der Marinade „gejooked“ werden, d.h. kleine, nur 1cm tiefe Löcher werden beidseitig ins Fleisch gestochen.
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Am besten geht dies mit einem Wetzstahl.
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Dann sehr fürsorglich und ausdauernd die Marinade beidseitig einmassieren.
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Ab mit dem Stück in den Beutel und für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag geht’s weiter. Das Fleisch mindestens 2 Stunden vor der Vergrillung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht zu kalt ist!
14.45 uhr: Smokenator startklar machen, 250g Pimentbeeren in Wasser geben. AZK anzünden.
15.15 uhr: Start!
Die Marinade grob vom Fleisch streichen.
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Etwas Hickoryholz und eine ordentliche Portion abgetropfter Pimentbeeren auf die Kohlen geben, das Fleisch mit dem Temperaturfühler spicken und Deckel drauf. Wir smoken bei 120 °C. Piment muss alle 45 Minuten nachgelegt werden.
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Nach gut 4 Stunden erhöhen wir die Temperatur auf 150°C und haben nach insgesamt knapp 5 Stunden die Kerntemperatur von 70°C erreicht.
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Jetzt kommt das Pork für eine Viertelstunde in Jehova,
damit sich die Säfte setzen können.
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20.00 Uhr: Auspacken!!!
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Anschnitt!
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So Saftig!
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Was für ein Duft – herrlich!
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Ein gezahnter Rand wie eine Burgmauer, das kommt vom jooking. Sehr schön.
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Noch ein paar Sößchen zum Aufpeppen gefällig?
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Es war ein Hochgenuß, ganz Jamaica feiert!
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Ganz Jamaica? GANZ!
Wäre es kein Männerabend gewesen, hätte ich noch als Beilagen Rice & Peas und Festivals gemacht. Aber so gab es „nur“ reichlich und lecker Fleisch – zur Zufriedenheit aller Beteiligten.
Ein Wort noch zur Schärfe: wer es nicht höllisch scharf mag, sollte unbedingt die Chili-Menge halbieren. Wer jedoch nah an’s jamaikanische Original grillen möchte, der hält sich an die Zutatenliste und läßt es brennen! 😉

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