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Posts Tagged ‘Jamaica’

„Bananenketchup? Jetzt hat er sie nicht mehr alle!“ So oder so ähnlich haben bestimmt viele von Euch gedacht, als Ihr den Titel des Rezepts gelesen habt. Und so ähnlich ging es mir auch, als ich beim Stöbern im Netz nach Beilagen zu Jamaican Jerk Chicken auf eben jenes Banana Ketchup gestoßen bin. Und zwar in zig Variationen und Rezeptvorschlägen! Da ich gerne indisches Bananen-Tomaten-Gemüse zu Reis esse, war für mich schnell klar, dass ich Banana Ketchup ausprobieren MUSS. Und was soll ich Euch sagen, es schmeckt hervorragend! Auf geht’s also:

1 rote Zwiebel in etwas neutralem Öl weich dünsten. 5 reife Bananen schälen und stückeln, zu den Zwiebeln geben und unter Rühren gute 5 Minuten auf kleinster Flamme köcheln. 5 EL Rosinen hacken und zusammen mit dem Saft einer reifen Zitrone, einen EL Weißweinessig, 1 TL süßem und 1 TL scharfem Curry, 4 EL braunem Zucker und 150ml Orangensaft in den Topf geben. Es fehlte mir an Guavapaste, doch Improvisation regelt: 1 Töpfchen Schwartau Frutissima Pfirsich-Maracuja aus dem Kühlregal tut hervorragende Dienste – rein damit! Das Ketchup unter Rühren 20 bis 30 Minuten fertig köcheln. Die Konsistenz sollte apfelmusig – mit Stückchen – sein. Eventuell muss mit Orangensaft verlängert werden, wenn das Mus zu dick werden sollte. Das Ketchup abschmecken mit Salz und schwarzem Pfeffer, 1 EL Zitronensaft und 1 EL Weißweinessig.

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Dieses Banana Ketchup ist köstlich. Wirklich sehr, sehr lecker.

Zutatenliste:
1 rote Zwiebel
1 EL neutrales Öl
5 reife Bananen
5 EL Rosinen
2 Zitronen
Weißweinessig
1 TL süßes Curry
1 TL scharfes Curry
4 EL braunen Zucker
150ml Orangensaft
1 Töpfchen Schwartau Frutissima Pfirsich-Maracuja
Salz
Pfeffer

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Zum gestrigen Strohwitwerabend haben sich 3 Freunde angesagt. Gut so bzw. da musste natürlich – neben Bier – auch Fleisch her! Der Plan für ein Jamaican Jerk Pork steht seit längerem, also bin ich am Vortag der Vergrillung bereits früh morgens für die Besorgungen los marschiert.
Da mein MdV (Metzger des Vertrauens) seit Wochen kränkelt, läuft’s da leider nicht mehr so rund. Von der eigentlich benötigten Schweineschulter war höchstens noch ein 1kg-Stück zu bekommen. Viel zu wenig! Also habe nach einer Alternative gesucht und habe sie auch erhalten: ein 2,6 kg Nackenstück und es sieht sehr gut aus! Das dürfte nicht so schnell trocken werden.
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In Jamaica wird das Pork über Pimentholz gegrillt. Da es das hier nicht gibt, sollte man unbedingt Pimentbeeren zum Smoken verwenden – der Geschmack ist unschlagbar. Also hatte ich mir im Gewürzversandhandel einen Beutel (500g) Piment bestellt und rechtzeitig liefern lassen.
Für die Marinade muss einiges an Sachen zusammen getragen werden.
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Ob nun von Steven Raichlen oder den ungezählten englischsprachigen Websites: die Zutaten sind fast immer gleich, auch in den Mengenangaben gibt’s nur wenig Unterschiede. Jedoch bei den zu verwendenden Chilis ist der persönliche Geschmack gefragt! Original sollen 12 (!!!) Habaneros sein.
Meine Zutatenliste sieht wie folgt aus:
  • 10 Habaneros (aber sehr klein, aus’m Kühler)
  • 2 Jalapenos (auch aus’m Kühler)
  • 3 Fresnos (dito)
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Zwiebel
  • 10 Knoblauchzehen (jaaa!)
  • Viel frischen Ingwer
  • 1 Bund Blattpetersilie
  • 1 Bund Koriander
Alles klein hacken und in den Mixer geben. Dazu:
  • Saft einer halben Limette
  • Schluck Planzenöl
  • Schluck Sojasauce
  • Schluck Rum (natürlich der kubanische!)
  • Schlückchen Weißweinessig
  • Halbe Hand voll grobem Salz
  • Hand voll braunem Zucker
  • 2 Esslöffel Thymian
  • 2 Esslöffel Majoran
  • 2 Esslöffel frisch gemörserter Piment (bitte kein Pulver!)
  • 1 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 gestrichener Teelöffel frisch geriebene Muskatnuß
  • 1 halber gestrichener Teelöffel Zimtpulver
Im Mixer zu einer schönen Paste verarbeiten.
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Riecht einfach oberlecker!
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Jetzt muss das Fleisch zum Einarbeiten der Marinade „gejooked“ werden, d.h. kleine, nur 1cm tiefe Löcher werden beidseitig ins Fleisch gestochen.
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Am besten geht dies mit einem Wetzstahl.
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Dann sehr fürsorglich und ausdauernd die Marinade beidseitig einmassieren.
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Ab mit dem Stück in den Beutel und für mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag geht’s weiter. Das Fleisch mindestens 2 Stunden vor der Vergrillung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht zu kalt ist!
14.45 uhr: Smokenator startklar machen, 250g Pimentbeeren in Wasser geben. AZK anzünden.
15.15 uhr: Start!
Die Marinade grob vom Fleisch streichen.
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Etwas Hickoryholz und eine ordentliche Portion abgetropfter Pimentbeeren auf die Kohlen geben, das Fleisch mit dem Temperaturfühler spicken und Deckel drauf. Wir smoken bei 120 °C. Piment muss alle 45 Minuten nachgelegt werden.
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Nach gut 4 Stunden erhöhen wir die Temperatur auf 150°C und haben nach insgesamt knapp 5 Stunden die Kerntemperatur von 70°C erreicht.
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Jetzt kommt das Pork für eine Viertelstunde in Jehova,
damit sich die Säfte setzen können.
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20.00 Uhr: Auspacken!!!
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Anschnitt!
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So Saftig!
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Was für ein Duft – herrlich!
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Ein gezahnter Rand wie eine Burgmauer, das kommt vom jooking. Sehr schön.
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Noch ein paar Sößchen zum Aufpeppen gefällig?
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Es war ein Hochgenuß, ganz Jamaica feiert!
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Ganz Jamaica? GANZ!
Wäre es kein Männerabend gewesen, hätte ich noch als Beilagen Rice & Peas und Festivals gemacht. Aber so gab es „nur“ reichlich und lecker Fleisch – zur Zufriedenheit aller Beteiligten.
Ein Wort noch zur Schärfe: wer es nicht höllisch scharf mag, sollte unbedingt die Chili-Menge halbieren. Wer jedoch nah an’s jamaikanische Original grillen möchte, der hält sich an die Zutatenliste und läßt es brennen! 😉

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