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Posts Tagged ‘Nudeln’

Von frühester Jugend an liebe ich Suppen. Und Nudelgerichte. Mit den Großeltern gingen wir häufig zum Chinesen essen, die Pekingsuppe (sauer-scharf) durfte nie fehlen. Die gebratenen Nudeln reizten mich jedoch nie besonders, Teigwaren blieben für mich der italienischen Küche vorbehalten. Bis, ja bis eines Abends ein besonderer Film im Fernsehen lief und mich sehr begeisterte: Tampopo.

In diesem Film versucht die Besitzerin einer Nudelsuppenküche die allerbeste Nudelsuppe zu kochen. Der Film lief spät nachts und ratet, wer nach Ende des Films gegen 1 Uhr noch in die Küche gegangen ist, um sich ein Süppchen zu kochen? 😉

Damals zählte ich zarte 18 Lenze und das Angebot an asiatischen Lebensmitteln vor 30 Jahren war mit „knapp“ noch sehr freundlich umschrieben. Tütensuppen, Suppennudeln, Ketchup, Chinagewürz und Sojasauce waren jedoch vorhanden und meine Leidenschaft für Nudelsuppen geweckt.

Ich den Folgejahren entwickelte ich so eine für mich annehmbare Mischung aus „Pekingsuppe mit Nudeln drin“, die auch den an scharfes Essen gewöhnten Nachwuchs bis dato zu gefallen weiß. Dies mag aber auch am eigentümlichen Namen der Suppe liegen, den meine Schwester ihr verliehen hatte: „Machst du wieder deine Kotzsuppe?“ Kotzsuppe – von der Konsistenz und dem Aussehen herrührend, schlotzig und mit feinsten Stückchen Gouda und Salami. 🙂

Durch meine Grilleidenschaft ist der Gedanke an Ramen dann irgendwie in den Hintergrund getreten. Bis ich im letzten Jahr in einem Fusion-Kitchen-Restaurant in Alkmaar Ramen auf der Speisekarte entdeckte und prompt bestellte!

Ramen in Alkmaar.

Ramen in Alkmaar.

Oh ja, die war lecker! Und eine Inspiration, mich selber an einer Ramen zu versuchen.

Die Basis für meine Ramen ist eine kräftige Brühe. Misopasten (hell oder dunkel) kann man heutzutage im Asiashop kaufen oder im Internet bestellen, desgleichen Ramennudeln. Statt einer Misosuppe geht auch hervorragend eine Hühnerbrühe (die ich mit einem EL Schweineschmalz abrunde), statt Ramennudeln gehen ebenso Mie-Nudeln oder Tagliatelle. Die Nudeln sollen schon dicker und breiter als Spaghetti sein. In der Brühe/Suppe koche ich vorab eine geviertelte Zwiebel, etwas Knoblauch und Ingwer mit. Diese Zutaten entferne ich wieder, nachdem sie Geschmack abgegeben haben und rühre etwas Sambal Oelek für die Schärfe ein.

Meine Ramen bekommt neben den Nudeln vier weitere Komponenten. Davon sind drei Komponenten Gemüse nach Wahl, aus der vierten Komponente spricht aber der Griller in mir: ein medium-rare gegrilltes Steak in dünne Scheiben geschnitten.

Ramen mit lila Möhren, Spinat, Champignons

Ramen mit lila Möhren, Spinat, Champignons

Für das Gelingen der Ramen ist ein gutes Mise en Place wichtig: die Brühe/Suppe muss kochend heiss bereit stehen. Die vorgegarten Nudeln (200g/Nase) liegen zur Pyramide gehäuft auf dem Boden der Suppenschüssel(n). Die Gemüse sind jedes für sich vorbereitet: in Streifen oder Stücken gegartes oder gebratenes Gemüse, gut mit Stäbchen zu essen. Die Gemüse sollen ihren Eigengeschmack behalten und noch Biss haben. Champignons z.B. brate ich fettfrei in einer beschichteten Pfanne, Möhren- oder Paprikastreifen in etwas Öl. Chinakohl kann in Streifen geschnitten roh verwendet werden.

Alles außer der Suppe darf lauwarm bis kalt sein, stresst euch nicht. Was zählt, ist das Steak, das vom glühend heissen Grill frisch aufgeschnitten umgehend verarbeitet werden muss. Also drapiere ich die Gemüse an drei Seiten in der Suppenschüssel, platziere die Steakstreifen auf der freien Seite und gieße vorsichtig die kochend heiße Suppe an.

Ramen mit Bambus, Chinakohl und Champignons

Ramen mit Bambus, Chinakohl und Champignons

Abschließend dekoriere ich noch mit Streifen frischer Chili und Ingwer (der eingelegte ist super), gerne auch mit Frühlingszwiebeln, sowie einem wachsweich gekochten, gepellten halben Ei. Etwas Sesamöl über die Ramen träufeln: fertig.

Ramen mit Paprika, Möhren und Champignons

Ramen mit Paprika, Möhren und Champignons

Nichts muss, alles kann. Viel Spaß beim Entdecken eurer ganz eigenen Ramen! 🙂

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Nudeln mit würziger Tomatensauce und Hackbällchen esse ich für mein Leben gern. Besonders lecker werden sie mit dem Brät italienischer Bratwürste, der Salsicce (Salsiccia singular). Da ich gerade frische Salsicce bekommen habe geht’s auch gleich los:

Zwei Zwiebeln hacken. Eine Peperoni und vier Knoblauchzehen hacken. Eine gelbe Paprikaschote klein würfeln. Beiseite stellen.

Frische italienische Bratwurst: Salsisccia.

Frische italienische Bratwurst: Salsisccia.

Aus dem Brät von 8 italienischen Salsicce Bällchen formen. Diese in etwas Olivenöl in einer großen und tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze langsam und rundum braun braten (ca. 30 Minuten). Mit der Schaumkelle abtropfend aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Köstliche kleine Wurstbrätfrikadellen.

Köstliche kleine Wurstbrätfrikadellen.

Zunächst die Zwiebeln und die Paprika in die Pfanne geben und gute fünf Minuten unter Rühren braten, dann Peperoni und Knoblauch einrühren und kurz mit braten.

Hier kommt der Geschmack!

Hier kommt der Geschmack!

Mit 2x 500ml passierten Tomaten aufgießen und mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Salz und Zucker würzen. Einige Thymianzweige sowie 2 EL getrockneten Basilikum einrühren und bei geschlossenem Deckel eine Stunde leise vor sich hin simmern lassen. Danach die Thymianzweige entfernen.

Lecker Sößchen kochen.

Lecker Sößchen kochen.

500g kurze Maccheroni (oder Nudeln eurer Wahl) al dente kochen und in der Zwischenzeit die Fleischbällchen (Polpette) halbieren und in der Sauce erwärmen. Die nur kurz abgetropften Nudeln in die Sauce rühren und die Pasta in der Pfanne servieren. Dazu Parmesan reichen.

Eine Pfanne voll wunderbarer Pasta.

Eine Pfanne voll wunderbarer Pasta.

Die Reste einfach in der Pfanne belassen und am nächsten Tag eine Rolle Mozzarella klein würfeln und unterheben. Die Pasta dann mit reichlich geriebenem Käse (ich mag Emmentaler) bestreut im Ofen überbacken (200°C, gut 30 Minuten).

"Al forno" schmeckt nochmal so gut.

„Al forno“ schmeckt nochmal so gut.

Schmeckt glatt nochmal so gut. 😉

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Ein Kugel- oder Haubengrill – zum indirekten Grillen hergerichtet – funktioniert vom Prinzip her doch wie ein Backofen, also nutze ich meinen Napoleon LE3 auch so! Linker und rechter Brenner auf mittlere Hitze und die große Guss-Pfanne (Lodge) über dem mittleren Brenner (der natürlich aus ist) platziert.

Zutatenliste:
500g kleine Röhrennudeln
ca. 150g Butter
ca. 50g Mehl
ca. 3/4 Liter Milch
200g geriebener Emmentaler
200g Baconstreifen
100g geriebener Parmesan
200g Pankomehl
1 große Zwiebel, gehackt
3-4 Knoblauchzehen, gehackt
Chili aus der Mühle
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuss, frisch gerieben
Salz

Die Nudeln (auf einem Sideburner oder in der Küche – ich nutze die Sizzle Zone meines LE3) in reichlich und stark gesalzenem Wasser sprudelnd bis kurz vor „al dente“ kochen.

Währenddessen die Baconstreifen portionsweise bei mittlerer Hitze in einer großen, grillfesten (am besten Gusseisen) Pfanne mit etwas Olivenöl knusprig braten. Die fertigen Streifen über der Pfanne abtropfen und beiseite auf einem Brett grob hacken. Die Zwiebel in die Pfanne im Baconfett glasig dünsten, dann den gehackten Knoblauch und frisch gemahlene Chili einrühren. Mit ein bis zwei Kellen Nudelkochwasser ablöschen und aufkochen, dass der Speckbodensatz sich löst. Hitze reduzieren und die gegarten Nudeln in das „Würzwasser“ in der Pfanne einrühren und dabei pfeffern.

Dann im Nudeltopf nun eine dünne Bechamelsauce kochen: reichlich Butter verflüssigen, wenig Mehl darin goldgelb anschwitzen und reichlich Milch einrühren. Stark würzen mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Salz und frisch geriebener Muskatnuss. Den Emmentaler einrühren, damit er sich auflöst. Sollte die Sauce zu dick werden, ruhig mit etwas Milch verlängern. Die fast dünnflüssige Käsesauce über die Nudeln geben. Keine Angst vor zu viel Flüssigkeit, die Nudeln saugen diese locker im Garprozess auf.

Das Pankomehl (japanisches „Paniermehl“ – hat eine Konsistenz wie zu große Kokosraspel) mit dem geriebenen Parmesan vermischen und auf die Nudeln geben, andrücken. Das gibt eine extra knusprige Kruste dank des Pankomehls!

Ribber’s Mac & Cheese bei 200°C ca. 30 bis 45 Minuten backen, die Kruste soll leicht bräunen. Dann reichlich Butterflöckchen auf die Kruste geben und 10 Minuten weiter backen.

Mac & Cheese, ein amerikanischer Klassiker!

Mac & Cheese, ein amerikanischer Klassiker – hier mit extra knuspriger Kruste!

Servieren und genießen: das ist magen- und herzerwärmendes Soul Food vom feinsten und somit genau richtig für diese Jahreszeit.

Mac & Cheese, ein amerikanischer Klassiker!

Mac & Cheese: gooey cheesy goodness!

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Farfalle ai Finferli, Speck e Panna – Schmetterlingsnudeln mit Pfifferlingen, südtiroler Speck und Sahne.

1-1,5kg Pfifferlinge (je schlechter die Qualität, desto mehr) sorgfältig putzen und weitestgehend stückig belassen.

200g Südtiroler Speck in dünne Scheiben schneiden, diese in feine, kurze Streifen schneiden.

1 Zwiebel, 1 Chili und 2 Knoblauchzehen hacken.

In einer großen Pfanne den Speck mit der Zwiebel in 2 EL Butter bei mittlerer Hitze unter Rühren langsam braten. Wenn die Zwiebeln glasig sind und der Speck etwas Farbe angenommen hat, Knoblauch und Chili einrühren und kurz mitbraten. Dann die Pfifferlinge zugeben. Salzen und pfeffern und alles gut durchheben, unter Rühren bei starker Hitze kurz weiterbraten, bis ein deutliches Pilzaroma zu riechen ist.

Mit einer Tasse heißer Hühnerbrühe ablöschen. Ein Pöttchen Sahne (125ml) zugeben. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren etwas reduzieren. Nach ca. 10 Minuten 1 Pöttchen Crème Double kalt aus dem Kühlschrank zum Andicken einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, vom Feuer nehmen und reichlich frische gehackte Blattpetersilie unterrühren. Die al dente gekochten Farfalle (250g) unterheben. Zur Erinnerung: eine Sauce kann auf die Pasta warten, aber niemals die Pasta auf die Sauce!

Farfalle ai Finferli, Speck e Panna - Schmetterlingsnudeln mit Pfifferlingen, südtiroler Speck und Sahne.

Farfalle ai Finferli, Speck e Panna – Schmetterlingsnudeln mit Pfifferlingen, südtiroler Speck und Sahne.

Mit frisch gemahlenem Parmesan bestreut servieren. Buon Appetito!

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Käsespätzle oder Kasspatzen sind ein sehr deftiges und mächtiges Essen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Reichlich gehackte Zwiebeln in einer ofenfesten Pfanne in halb Olivenöl, halb Butter auf dem Feuer glasig dünsten. Parallel die Spätzle kochen. Fein geschnittenen Südtiroler Speck in die Pfanne geben, pfeffern und kurz mitbraten. Die Spätzle abgießen und in die Pfanne geben. Schnittlauchröllchen und eine gute handvoll geriebenen würzigen Bergkäse einrühren. Weiteren geriebenen Bergkäse, geriebenen Parmesan und Butterflöckchen auf die Pasta geben und die Pfanne in den Ofen stellen. Nach 20 Minuten können die Käsespätzle serviert werden.

Käsespätzle, Kaasspatzen

Käsespätzle, Kaasspatzen

Dazu passen ein knackiger gemischter Wintersalat (Endivie, Radicchio, Feldsalat) mit würziger Vinaigrette und ein säurebetonter Weißwein.

Käsespätzle, Kaasspatzen

Käsespätzle, Kaasspatzen

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Einfach und schnell in der Zubereitung, dafür maximal lecker ist meine „Pasta al pesce“. Grundlage ist eine mündliche Überlieferung eines Rezepts von Jamie Oliver durch die pfälzer Verwandschaft vor etlichen Jahren. Es geht doch nichts über ein gutes Gedächtnis.

„Pasta al pesce“ für vier Personen:

Nudelwasser aufsetzen. Eine große Pfanne (mit Deckel) bereit stellen.

Vier China-Knoblauch (ja, es SOLL viel Knoblauch sein!) vom Keim befreien und klein schneiden. Pepperoni entkernen und klein schneiden, die Menge sollte dem Knoblauch entsprechen.

Eine Handvoll getrocknete Tomaten und die gleiche Menge schwarze Oliven klein schneiden.

Glatte Petersilie hacken.

Leicht angetautes Tiefkühl-Fischfilet (150-200g/Person) mit kaltem Wasser abwaschen und in grobe Stücke schneiden. Ich nehme gerne Kabeljau.

Ein Glas Weißwein trinken. 😉

500g Spaghetti bis zur Biegsamkeit kochen, ca. 5 Minuten. Währenddessen Knoblauch und Pepperoni in reichlich Olivenöl in der Pfanne kurz unter Rühren anbraten. Tomaten und Oliven einrühren und kurz weiter braten. Salzen. Mit einem Glas Weißwein ablöschen. Die Spaghetti abgießen, in die Pfanne geben und alles gut miteinander vermischen. Die Fischstücke salzen und auf die Pasta legen. Den Deckel schließen und die Pasta al pesce weitere 5 bis max. 10 Minuten dünsten – je nach Größe der Fischstücke bis diese gegart sind.

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Mit der gehackten Petersilie bestreut und mit Olivenöl beträufelt servieren.

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Buon Appetito!

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Wenn es um meine Leibspeise Nudeln geht ist mir ja eine pasta asciutta mit tomatenbasierter Sauce am liebsten. Diese koche ich gut einmal pro Woche in wechselnden Variationen. Dann und wann darf es aber ruhig auch mal ein Sahnesößchen sein, am liebsten eine Carbonara oder eben Spinat mit Gorgonzola!
 
200ml Sahne aufkochen und auf 100ml reduzieren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Währenddessen in etwas Butter eine fein gehackte Zwiebel anschwitzen, fein gehackten Knoblauch einrühren, mit etwas Hühnerbrühe aufgiessen und reduzieren. 200g gehackten Blattspinat einrühren, 150g Gorgonzola klein schneiden und zugeben. Mit der Sahne aufgießen und den Käse unter Rühren auf kleiner Flamme langsam auflösen. Ist die Sauce zu dick, etwas Brühe zugeben. Ist die Sauce zu dünn, etwas fein geriebenen Parmesan einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
 
Gnocchi
 
Zu dieser sämigen Sauce passen am besten Gnocchi, mit ihrer geriffelten Oberfläche nehmen sie viel Sauce auf und man kann sie zusätzlich in der Sauce mit der Gabel andrücken, um noch mehr Sauce auf die Pasta zu bekommen.
Buon Appetito!
 
Kleine Übung zur Aussprache wichtiger italienischer Wörter:
Bitte laut lesen: Gnocchi mit Radicchio und Zucchini auf Bruschetta und dazu einen Chiantiwein.
Falsch ist: Gnotschie mit Raditschio und Tsutschienie auf Bruschetta und dazu einen Schijantiwein.
Richtig hingegen ist: Njocki mit Radickijo und Suckini auf Brusketta und dazu einen Kjantiwein.
😉

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