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Posts Tagged ‘Rollbraten’

Ich grille ja zumeist nur für 2 Personen und ein ganzer Rollbraten scheint hier etwas überdimensioniert, daher habe ich mir mal Gedanken um die kleinere Ausführung eines Rollis gemacht: Schweinsrouladen!
 
Da ich zudem Appetit auf eine Pizza „Schinken/Champignon“ hatte, habe ich meine Bonbons mit gekochtem Schinken, Champignons, Mozzarella und Basilikum gefüllt – dazu gibt es dann eine Tomatensauce (Pizzaiola).
 
Die Champignons müssen für die Füllung vorab gebraten werden, um Wasser zu verlieren. Dazu die Pilze klein schneiden und in Olivenöl braten, pfeffern und salzen. Abgeschöpft erkalten lassen.
 
Für die Pizzaiola eine fein geschnittene rote Zwiebel in Olivenöl und Butter anschwitzen, eine fein gehackte Knoblauchzehe einrühren und mit 2 EL Zucker karamellisieren. Die Tomaten einer großen Dose von Strünken und Resthäuten befreien, klein hacken und mit dem Saft aus der Dose und etwas Wasser zugeben. Salzen und mit frisch gemahlenem Pfeffer, Chili und Oregano würzen. Auf kleiner Flamme ein gutes Stündchen unter gelegentlichem Rühren einköcheln. Die Sauce soll dicklich sein.
 
Die Schweinsrouladen beidseitig salzen und pfeffern. Auf der Innenseite mit einer Scheibe Prosciutto Cotto (schmeckt wesentlich besser als „normaler“ gekochter Schinken) belegen. Am breiten Ende der Roulade auf den Schinken ein Champignonbett, ein paar Basilikumblätter und einen daumendicken Quader Mozzarella legen. Die Seiten sollen ein paar Zentimeter breit frei bleiben. Die Roulade vom belegten Ende zum schmalen Ende hin fest aufrollen. Die Rouladen mittig mit einem Rouladenring fixieren und die Enden mit Metzgergarn zubinden, damit der Käse beim Grillen nicht austreten kann. Fertig sind die Schweinebonbons und kommen ab auf den Grill!
 
Die Rouladen allseitig über der Glut scharf angrillen, dann indirekt 15 bis 20 Minuten gar ziehen.
 
 
Auf vorgewärmte Teller je eine Kelle Pizzaiola geben und die Schweinebonbons anrichten.
 
 
Dazu paßt ein mediterranes Weißbrot wie Ciabatta und ein guter Wein. Einfach lecker!
 
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Mein fränkischer Freund Christian hat neulich einen wunderbaren Rollbraten mit Semmelknödelfüllung auf der Rotisserie in der Weberkugel gegrillt. Eine regelrechte Steilvorlage für mich, vielen Dank! 😉
Beim Metzger habe ich mir ein Kilo Schweinenuß im Schmetterlingsschnitt vorbereiten lassen und zuhause vor dem Grillen beidseitig gezalzen und gepfeffert. Inwändig bestrichen wurde der Bratenlappen mit einer Semmelknödelmischung.
Semmelknödelmischung für 1Kg Rollbratenfleisch:
Zwei altbackene Brötchen (Wecken, Semmeln, Brödla, etc.) kleinschneiden und 80ml erwärmte Milch darüber geben. Vermischen und eine Viertelstunde „ziehen“ lassen. Währenddessen eine kleine Zwiebel in wenig Butter glasig dünsten, etwas erkalten lassen und unter die Masse heben. Salzen, pfeffern, reichlich Muskat hinzu reiben, ein Ei sowie fein gehackte Petersilie und Majoran nach Geschmack einrühren.
Die Weberkugel VOR Zubereitung des Rollbratens herrichten: Kohlekörbe rechts und links, mit einem AZK voller glühender Kohlen gleichmäßig befüllt. Dazwischen die mit heissem Wasser befüllte Tropfschale, darüber den Rotisseriering, Deckel drauf und auf 200°C mittels Lüftungsschieber unten/oben einregeln. Dann den Spieß mit dem Rollbraten einlegen und eine bis anderthalb Stunden grillen. Bei fetterem Fleisch (z.B. Nacken) oder größerem Ausgangsgewicht die Grillzeit entsprechend verlängern.
Ich hatte den Braten anderthalb Stunden in der Kugel und er war herrlich kross, dafür innen etwas trocken.
Zum Braten gab es eine Pilzrahmsauce und Rosenkohl.
Pilzsauce
Zwei Handvoll Mischpilze stückig schneiden (oder als TK-Ware auftauen). Eine Handvoll durchwachsenen geräucherten Bauchspeck (Wammerl) fein würfeln und in etwas Olivenöl auslassen. Die Speckwürfel abtropfen lassen und beiseite stellen, das Fett wegschütten. Eine feingehackte Zwiebel in etwas Butter andünsten, die Pilze einrühren und braten, zwei gute Schluck Marsala angießen und reduzieren. Mit Pfeffer und Thymian würzen. 200ml Hühnerbrühe und 400ml Sahne angießen. Eine kleine Handvoll getrocknete Mischpilze zu Mehl zermörsern/zermahlen, einrühren und die Sauce einköcheln. Die Speckwürfel einrühren und erhitzen. Feingehackte Petersilie zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Eine Schachtel TK-Rosenkohl in der Mikrowelle mit 3 EL Wasser 6 Minuten drehen, reichlich Butter und geriebene Muskatnuß drübergeben und bedeckt stehen lassen. Vor dem Servieren erneut anderthalb Minuten „drehen“ lassen.
Yummy!

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Früher habe ich häufig einige Wochen des Sommers in Umbrien (südlich der Toskana) verbracht. Dort gibt es bei jedem Schlachter sowie auf den Wochenmärkten Porchetta zu kaufen: warm, als Bratenscheiben, oder kalt und dünn geschnitten als Aufschnitt. Eine äußerst schmackhafte Sache!
Ich kenne Porchetta als ausgenommenes und entbeintes Spanferkel (gerne auch ein umbrischer Frischling), welches mit den gehackten und mit reichlich Kräutern gewürzten Innereien und Fleischabschnitten gefüllt und gebunden am Holzfeuer langsam gegrillt wird. Unverzichtbar und typisch für den Geschmack ist die üppige Verwendung von Fenchelsamen.
Edit:
je nach Qualität der Fenchelsaat ist eine deutliche Reduzierung der Menge angeraten, um nicht vom Aroma erschlagen zu werden. Grillfreund Michael hat das Porchetta nachgebaut und leider eine ungenießbare Überraschung erleben müssen. Also heißt es rantasten!
Das alles hatte ich aber völlig vergessen bis vor 14 Tagen der Brennvatti mir sagte, er würde gerade ein Porchetta grillen – inspiriert durch die Weber Grillbibel. Also bin ich kurz vorbei gefahren und durfte mal den Deckel lüpfen und den Duft inhalieren. DAS wollte ich auch machen, v.a. für meinen Vater, der Zeit unserer Italienurlaube ein ausgewiesener Porchettafreund gewesen ist.
Also nix wie hin zum MdV und einen Schweinebauch (2,5kg) mit Schwarte, ohne Knochen und Knorpel, gekauft.
Einmal probeweise zusammen gerollt und soviel Schwarte weggeschnitten, wie eingerollt werden würde. Denn Schwarte soll nur außen sein und kross werden.
Jetzt das „Pesto“ zubereiten: Thymian, Salbei und Rosmarin vom Balkon sowie zwei große Chinaknoblauch (entspricht acht normalen Zehen) sehr fein hacken/schneiden und mit Olivenöl zu einer Paste verarbeiten.
Ca. 4 EL Fenchelsamen (unbedingt Gewürzfenchel, keinen Arzneifenchel!) mit grobem Salz zermörsern. Der Duft ist der Hammer!
Den Bauch reichlich salzen und pfeffern, die Schwarte salzen.
Das „Pesto“ auftragen…
… und gut einmassieren.
Jetzt die gemörserten Fenchelsamen darüber streuen.
Und noch Chiliflocken dazu.
Einrollen!
Sieht gut aus.
Und jetzt mit Metzgergarn binden.
Die Kugel (hier mit Smokenatoreinsatz) auf 200°C einregeln und den Braten über eine mit Wasser gefüllte Tropfschale legen. Als Beilage gibt es Ratatouillesalat: Paprika, Zucchini und Zwiebel gleich groß schneiden, mit Olivenöl, gehackten Knoblauch und Rosmarin mischen und in einer Schale mit garen.
Zeit für einen großen weißen Spritzer (grüner Veltliner mit Mineralwasser) in sicherer Entfernung zur hitzestrahlenden Kugel.
Alle Viertelstunde das Gemüse durchrühren, es soll noch leichten Biss haben. Nach einer Stunde kommen zum Gemüse noch entkernte und grob geschnittene Tomaten hinzu für weitere 15 Minuten. Dann das Gemüse in eine Salatschüssel geben, salzen und pfeffern und mit gutem Balsamicoessig abschmecken. Stehen und ziehen lassen.
Der Braten nach zweieinhalb Stunden, KT bei 83°C: perfekt!
Ich hatte da noch einen weiteren AZK laufen, den ich nun zugeschüttet habe um die Schwarte bei knapp 300°C aufzuknuspern. Nach 5 bis 10 Minuten den Braten einmal drehen (wenn die Schwarte auf der Seite gepoppt hat) und auch den Rest der Schwarte aufknuspern lassen. Fertig!
Geil! Mein erster gepoppter Schwartenbraten, ich bin stolz wie Oskar! JETZT kann ich verstehen, warum so viele auf eine krosse Schwarte schwören!
Anschnitt!
Ab auf den Teller mit dem Ratatouillesalat und wer’s braucht etwas Landbrot oder Ciabatta.
Das Fett ist unter der Schwarte weggeschmolzen und die krachend krosse Schwarte löst sich von selbst.
Fazit: ein Spitzenergebnis! Porchetta ist sowas von köstlich, daß ich mich kurzzeitig in Bella Italia wähnte.
Am nächsten morgen dann Restefrühstück!
Dünn mit der Aufschnittmaschine aufschneiden und genießen. Toll.
Sehr, sehr lecker war’s!

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Inspiriert durch den Lieblingsaufschnitt meines Sohnemanns habe ich mich selber an einen gefüllten Rollbraten heran getraut. Der Metzger meines Vertrauens füllt ihn mit Gehacktem. Ich habe mich für die bereits köstlich gewürzte Fülle der frischen Nürnberger Bratwürste als Farce entschieden. Dazu einen Lappen vom mageren Schweinerücken. Los geht’s!
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Links Würstchen – rechts Schlafrock
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Und das kommt fein gehackt in die Farce: zwei Zwiebeln, ein Viertel rote Paprika, eine eingelegte getrocknete Tomate und ein China-Knoblauch.
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Die Bratwurstfülle für die Farce aus den Kunstdärmen pressen und mit den Zutaten verkneten. Zusätzlich mit 2 EL Majoran und 2 EL Isot würzen.
Den Schlafrock mit mittelscharfem Senf rubben, Salz und Pfeffer drüber mahlen.
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Die Farce auf dem Rückenfleisch verteilen, den Platz zu den Rändern dabei beachten. Den Braten dann von unten her sachte einrollen, ohne dabei zu doll zu pressen!
Schnell noch eine Rub herstellen: 2 EL Paprika, 2 EL brauner Zucker, 1 EL Salz, 2 EL Majoran, 2 EL Isot, gemahlener Pfeffer.
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Den Braten ordentlich über den Ascheplatz ziehen. Dann mit Frischhaltefolie eng umwicklen und für 24 Stunden in den Kühlschrank packen.
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Nach 24 Stunden aus dem Kühler nehmen.
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Vorsichtig auswickeln und auf den Bratenkorb setzen, die überlappende Kante nach unten! Würde diese nach oben zeigen, würde der Braten vermutlich beim Garen an der Stelle aufgehen bzw. auseinandergehen. So lastet des Gewicht des Bratens auf der Kante und es kann nichts passieren. Garn oder ähnliches Rollbratengedöns wollte ich übrigens nicht verwenden.
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Der Smokenator hat sich ratzfatz auf Betriebstemperatur eingeregelt.
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Ab mit dem Bratenkorb auf den Grillrost.
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Start: 16.15 Uhr. Das Spicken nicht vergessen! Angepeilt ist eine Kerntemperatur von 74°C. Deckel zu und – ausnahmsweise mal ohne Holzrauch! – low & slow garen.
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Ein Blick von der Wohnzimmercouch stimmt vergnüglich. Zeit für ein erstes Bierchen.
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17.45 Uhr: erst 54°C Kerntemperatur, das dauert zu lange, der Hunger drückt. Liegt es am Bierloch im Bauch? Also: die Vents etwas weiter geöffnet und die Temperatur in der Kugel auf 150°C anziehen.
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18.45 Uhr: 70°C sind erreicht. Jetzt den Braten mit BBQ-Sauce (siehe unten) moppen und auf eine schön karamellisierte Außenschicht warten.
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Stubb’s regelt mal wieder! Seine neue Honey & Pecan BBQ-Sauce ist wirklich köstlich, schmeckt sehr nach Honig und hat eine leichte Schärfe.
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19.30 Uhr: Piiiiiiiep, die 74°C Kerntemperatur sind erreicht. Aber wird der Braten gelungen sein, ist die Farce durch???
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Ah, ein Bild zum Verlieben. Der MUSS einfach gelungen sein…
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Anschnitt, Anschnitt, Anschnitt!!!
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JAWOLL! Die Farce ist durch und das Fleisch noch saftig – Herz bzw. Bauch, was willst du mehr?
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Mal von Nahem begucken…
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Schöne Scheiben schneiden…
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Und ab auf den Teller mit selbstgestampftem Kartoffelpürree und in Butter gebräunten Zwiebeln. Frau und Kind konnten nicht genug bekommen, es war wirklich sehr lecker.
Heute früh dann den restlichen über Nacht im Kühlschrank „ausgehärteten“ Braten mit der Aufschnittmaschine dünn geschnitten und dem Sohn auf’s Pausenbrot mit in die Schule gegeben.

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