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Posts Tagged ‘Spare Ribs’

Kürzlich wünschte sich die Familie mal wieder Ribs. Für mich ein willkommener Anlaß, zwei Dinge zu überprüfen:
1. Wie schlagen sich gerubbte, gefrorene im Vergleich zu frischen gerubbten Ribs?
2. Wie schlagen sich 4 Stunden „low & slow“ gegarte Ribs im Vergleich zum meinen geliebten ultimativen Ribs?
Am Vorabend der Vergrillung zwei frische Rippenstränge parieren und mit Magic Dust nach Meathead pudern, eintüten und kalt stellen. Die bereits vor Wochen auf gleiche Weise behandelten zwei TK-Rippenstränge aus dem Froster nehmen und im Kühlschrank auftauen lassen.
Am Grilltag die Kugel mit dem Smokenator auf 110°C einregeln und die Ribs indirekt auflegen. Alle 45 Minuten Wasser nachfüllen, damit die Temperatur nicht steigt. Die erste Grillstunde über mit Hickory räuchern. Nach dreieinhalb Stunden die Wasserwanne aus dem Smokenator nehmen und die Vents ganz öffnen, 180°C bis 200°C sind das Ziel. Die Ribs mit einer BBQ-Sauce lackieren und eine halbe Stunde finishen.
Vorne die TK-Ribs, hinten die frischen: kein Unterschied.
Erstmal die TK-Ribs aufschneiden und servieren.
Dann die frischen Ribs:
Erste Erkenntnis: Frische Ribs schlagen TK-Ribs deutlich. Eigentlich hätte ich mürbere Ribs aus dem Froster erwartet (Frost bricht ja bekanntlich die Zellstruktur), sie waren jedoch wesentlich härter im Biss. Zudem konnten sie geschmacklich nicht mithalten. Interessant!
Zweite Erkennis: 4-Std.-Ribs lohnen im Vergleich zu den ultimativen Ribs nicht den Aufwand.
Dritte Erkenntnis: warum habe ich eigentlich so lange keine Ribs mehr gemacht? 😉
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Nach dem Gelutsche ungezählter 3-2-1, 1-2-1 und 0-2-1 Ribs war es mal wieder höchste Zeit, die Kauleisten in indirekt gegarte 1,5-0-0 Ribs zu schlagen.
Zu diesem Behufe hatte ich mir gestern den Brennvatti zum Männerabend auf den Balkon geladen. Altbier und Wacholder standen in ausreichendem Maße kalt und zur Verfügung.
Ein Freund hatte mich durch seine Vergrillung daran erinnert, dass ja seit gut einem Jahr das „Ribs, Ribs, Ribs“ Buch vom Raichlen ungelesen im Regal steht. Die Chinatown Ribs und die Peanut Butter Ribs sollten es daher werden. Raichlens Cajun-Rub hatte ich erst kürzlich angemischt für Wings & Drumsticks und wollte diesen nun zusätzlich als dritte Variante an Ribs testen.
Vorgestern hatte ich also sechs Rippenspeere gekauft und diese für die gestrige Vergrillung pariert und mariniert bzw. gerubbed.
Erdnußbutter-Ribs
250ml Erdnußbutter
250ml Hühnerbrühe
200ml Kokosmilch
5 EL dunkle chinesische Sojasauce (kein Kikkoman!)
Saft einer Limette
1 guter Schuss scharfer Sauce, was grad da ist (Devil’s Duel Habanero Sauce oder Sriracha oderoder)
fein gehackter Ingwer (ein ca. 5cm großes Stück)
3 fein gehackte Chinaknoblauchzehen (entspricht 6 normalen)
1 fein gehackte Frühlingszwiebel
2 EL brauner Zucker
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Alle Zutaten mit einem Schneebesen verrühren und langsam unter Rühren erhitzen. Gut 10 Minuten köcheln lassen, dabei Rühren. Die Sauce dann komplett erkalten lassen und zwei Rippenspeere mit 2/3 der Sauce marinieren und über Nacht kalt stellen.
Chinatown-Ribs
250ml Hoi-Sin-Sauce
150g weißer Zucker
1 TL Fünfgewürzmischung
5 EL dunkle chinesische Sojasauce (kein Kikkoman!)
100ml trockener Sherry
4 EL Sesamöl
3 fein gehackte Chinaknoblauchzehen (entspricht 6 normalen)
fein gehackter Ingwer (ein ca. 5cm großes Stück)
3 fein gehackte Frühlingszwiebeln
Alle Zutaten kalt mit einem Schneebesen verrühren bis der Zucker sich aufgelöst hat. Zwei Rippenspeere mit 2/3 der Sauce marinieren und über Nacht kalt stellen.
Cajun-Ribs
75g Salz
2 EL Knoblauchgranulat
2 EL Zwiebelgranulat
2 EL gerebelten Thymian
2 EL gerebelten Oregano
2 EL Paprika edelsüß
1 EL frisch gemahlener weißer Pfeffer
1 EL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Piri-Piri-Pulver aus Südafrika (seeehr scharf!)
Alle Zutaten zu einem Rub vermischen. Zwei Rippenspeere leicht ölen und mit dem Rub beidseitig massieren. Über Nacht kalt stellen.
Am Grilltag dann die Kugel mit dem Smokenator bestücken und einen AZK mit Brekkies durchglühen. Die Brekkies in den Smokenator geben und die Kugel (ohne Wasserwanne im Smokenator!) auf 200°C einregeln. Dann die Erdnußbutter-Ribs auflegen. Diese Ribs werden nicht geräuchert.
Nach eindreiviertel Stunden sind die Ribs fertig.
Dazu gibt’s den Rest der Erdnußbuttersauce, mehr braucht’s nicht. Herrlich saftig sind die Ribs!
Das war schon recht lecker, geht aber noch besser. Der Geschmack war nicht ganz abgerundet, irgendetwas fehlte, da waren wir uns einig. Ich werde diese Ribs nochmal machen mit dem Rezept einer köstlichen indonesischen Erdnußsauce, die ich schon häufiger zu Satéspießen gemacht habe. Demnächst also mehr dazu.
Nun zu den Chinatown-Ribs. Raichlen empfielt, diese auf dem Drehspieß zu grillen unter Zugabe von Kirschholzrauch. Also los! Hinter jeder zweiten Rippe mit mit einem Messer ein kleines Loch in’s Fleisch gepiekst, damit die Ribs leichter gespießt werden können. Mit einem zweiten bereits durchgeglühten AZK wird der Smokenator aufgefüllt und der Spieß darf sich bei erneut 200°C in der Kugel drehen.
Alle 20 Minuten werfe ich Kirschholzstücke nach (danke für das tolle Holz, Chris!). Nach 30 Minuten sieht das schon gut aus!
Nun kommen die Cajun-Ribs in den hinteren Bereich auf Grillrost und Hovergrill, wo sie nicht von den Chinaribs betropft werden können. Nach weiteren 30 Minuten werden die Chinatownribs zweimal in 15-minütigen Abständen mit der restlichen Sauce gemoppt. Nach insgesamt anderthalb Stunden sind die Ribs fertig.
Da sind mal TOP-Ribs! Wir sind begeistert von der Knusprigkeit (Rotisserie regelt!) und dem Geschmack. Wirklich toll. Aber vom Rauch ist nichts zu schmecken, die asiatischen Aromen lassen dem wohl keine Chance.
Nun ist es Zeit, die Rotisserie und den Hovergrill zu entfernen und die Cajun-Ribs auf gleicher Höhe auf dem Grillrost weiter zu grillen. Nach insgesamt einer Stunde werden sie mit Mississippi-BBQ-Sauce gemoppt.
Und nach anderthalb Stunden sind auch diese Ribs bereit zum Verzehr!
HERRLICH! Lecker rauchig und schön scharf.
Wir trauen uns ja kaum, es zuzugeben… Aber die klassischen BBQ-Ribs sind der Gewinner des Abends. Chinatown ist zwar sehr lecker und eine willkommene Abwechslung, aber gerubbte und lackierte BBQ-Ribs sind einfach unschlagbar.
Ein toller Abend neigte sich dann dem Ende, wir waren beide pappsatt und zufrieden. Da das Bier auch eine sättigende Wirkung hat, ist von den BBQ-Ribs noch sehr viel übrig gelieben. Was ich damit heute veranstalten werden, sei jetzt noch nicht verraten. 😉
Update: hier geht’s zur Resteverwertung!

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Dieses Rezept für köstliche Ribs habe ich von Freund Mille bekommen, vielen Dank!
Das kommt in die Marinade für 1,6kg Ribs (4 Speere):
6 EL dunkle Sojasauce
9 EL Hoisinsauce
3 EL chinesischer Reiswein oder trockener Sherry
2 TL Fünf-Gewürze-Pulver
6 TL brauner Zucker
2 TL Chilisauce
3 China-Knoblauchzehen, zerdrückt
Die Marinade schmeckte schon sehr lecker, aber mir fehlte da was. Weiß auch nicht. Reisessig (1 EL) und Sambal Oelek (2 geh. TL)!
Zwei Portionen zu je 800g vakuumiert, damit der Geschmack schneller einzieht in’s Fleisch. Ein Packen ist heute abend für mich, der zweite kommt morgen abend auf den Rost, mal sehen, was meine Frau dazu sagt.
Draußen tobt der Sturm, der Wind peitscht den Regen auf den Balkon. Egal, mich kann nichts aufhalten! Die Kugel auf 200°C bringen mit zwei Kohlekörben und in der Mitte die Tropfwanne. Ribs auflegen.
Nach 30 Minuten sieht das schon gefährlich aus, der hohe Zuckeranteil in der Marinade hat stark karamellisiert.
Nach 40 Minuten nehme ich die Ribs runter, eine schöne Knabberschale zum TV-Abend ist bereitet.
Nee, was waren die Ribs lecker, ich steh‘ total auf Anis, Zimt und Süße an den Ribs!
Morgen gibt’s den zweiten Packen, mal sehen, wie die Marinade eingezogen ist und wie es dann schmeckt! …
Heute abend gab es die restlichen 2 Rippenstränge, diese durften 24 Stunden mariniert und vakuumiert im Kühlschrank verbringen.
Die Kugel heute mit anderem Setup: 1/3 zu 2/3, was sich als besser als gestern herausstellen sollte. Fettschale drunter, Ribs drüber, Deckel zu.
Nach einer Dreiviertelstunde bei knapp 200°C Deckelthermometer sind die Ribs gar.
Mal näher ran…
Heute muss ich die knappe Portion mit meiner Frau teilen…
Yesss, die Ribs sind heute perfekt gelungen, geschmacklich der Oberhammer, 24 Stunden Marinierphase regeln!
Nee wat lecker!!!
Davon mach‘ ich mir ein Poster für die Wand im Büro. 😉

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Ein kleiner Schritt für die Weberkugel, aber ein großer Schritt für mich: ein Grill-Tag über ganze 12 Stunden mit 3 verschiedenen Gerichten. Ein Job für den Smokenator – von 8 Uhr früh bis 20 Uhr abends.

Der Anlaß:
Das jährliche Treffen mit meinen beiden ältesten Freunden zum digitalen Zocken (PC, PS2, XBox) von 12 Uhr mittags bis spät in die Nacht. Ein grandioser Spaß war dabei Guitar Hero III auf der XBox, DAS rockt!

3er


Der Plan:
Zu Mittag soll es Spare Ribs geben (ok, es gab natürlich Baby Back Ribs), mit den köstlichen selbstgemachten Wedges meiner Frau aus dem Ofen und Sour Cream (lecker von Apostels aus dem Edeka). Nachmittags Pastrami-Sandwiches und abends Pulled Pork.

Die Rezepte:

Die Ribs mit der Basic BBQ Rub trocken rubben und eingetütet für bis zu 24 Std. in den Kühlschrank stellen. Für dreieinhalb Stunden low & slow in die Kugel, davon die ersten 2 Stunden smoken. Dann für anderthalb Stunden einzeln als Päckchen in Jehova mit je einem kleinen Schlückchen Cidre/Apfelsaft und in der Kugel weiter garen. Danach mit BBQ-Sauce mobben und über Glut je Seite 10 Minuten karamellisieren. Servieren. Dazu BBQ-Saucen, Wedges und Sour Cream.
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Die Putenbrust mit der Pastrami-Rub trocken einmassieren, eintüten und für bis zu 24 Std. in den Kühlschrank stellen. Für ca. 4 Stunden auf den Rost zum Niedrigtemperaturgaren, davon die ersten 2 Stunden smoken. Vorab ein Sondenthermometer in das Fleisch schieben, ab 75° Grad Celsius Kerntemperatur ist die Brust dann fertig (sie startet bei 4° Grad!). Die Pute bei Zimmertemperatur auskühlen lassen, dann in den Kühlschrank zum weiteren Durchkühlen. Mit dem Schinkenmesser der Brotschneidemaschine in dünne Scheiben schneiden. Große Sandwichtoastscheiben mit Mayonnaise und Senf bestreichen, Essiggurken sehr dünn aufschneiden und belegen, ordentlich Pastramischeiben drauf, zuklappen und feste andrücken. In Dreiecke schneiden und servieren.
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Für das Pulled Pork die Schweineschulter mit der Basic BBQ Rub trocken rubben und eingetütet für bis zu 24 Std. in den Kühlschrank stellen. Danach mit Bindfaden fest zusammenbinden und für gute 12 Stunden low & slow garen, davon die ersten 2 Stunden smoken. Die Essigsauce vorbereiten und nach Belieben das Fleisch während des Garprozesses mehrfach mobben, es geht aber auch gänzlich ohne Mobben. Nach Ablauf der Garzeit den Braten in Jehova packen und 1 Stunde ruhen lassen. Danach mit den Händen zerreissen/zerfasern (pullen) und mit der angewärmten Essigsauce vermischen. Hamburgerbrötchen halbieren. Die Unterseite mit Cole Slaw belegen. Darauf das Pulled Pork verteilen, die Brötchenoberhälfte fest anpressen und servieren.
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Die Vorbereitungen:
Drei Tage zuvor das Fleisch beim Metzger bestellen. Als da wären 4 Stränge Ribs, 2 Kg Putenbrust (entbeint am Stück) und 2,5 Kg Schweineschulter mit Knochen und Fettschicht. Einen Tag zuvor Getränke, Gewürze und sonstige Zutaten kaufen, die Rubs mischen. Das Fleisch parieren, waschen, trocknen und die Haut der Ribs abziehen. Die Stücke entsprechend den Rezepten trocken rubben und in Müllbeutel packen. Dann ab in den Kühlschrank bis zum nächsten Morgen.

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Vorausschauend planen:
Damit alles gelingt, müssen die unterschiedlichen Gar- und Servierzeiten berücksichtigt werden. Ich habe mir einen Tagesplan in Excel angelegt, um mir über den Ablauf klar zu werden. Das war sehr hilfreich!

Sich den Problemen stellen:
Der Metzger hat mir 5 Ribstränge statt der bestellten 4 eingepackt (Platzproblem auf dem Rost?), nur 1,5 Kg Putenbrust statt 2 (ist ok) und 4,5 Kg Schweineschulter – also ganze 2 Kg zuviel (Garzeitenproblem?). Das Pulled Pork braucht 12 Stunden, der Smokenator hält aber nur 6 Stunden! Hinzu kam der plötzliche Wintereinbruch mit tiefen Temperaturen und starkem Schneefall über fast den ganzen Tag. Man liest ja soviel über Temperaturschwankungen beim Smoken in der Weberkugel bei niedrigen Außentemperaturen…

Loslegen:
7.30 Uhr aufstehen, den Smokenator mit Brekkies befüllen, 12 Stück wieder entnehmen und im AZK durchglühen. Dabei Kaffee trinken und die Schweineschulter mit Bindfaden schnüren, um einem späteren Auseinanderfallen des Fleisches im Grill vorzubeugen.
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Die glühenden Brekkies in den Smokenator füllen, Deckel zu und ca. 5 Minuten anglühen lassen (Vents oben und unten nur bleistiftbreit öffnen). Die Schweineschulter kommt in den Weber-Bratenkorb auf den Kohlegrill, die Ribs auf den Grillrost (8 halbe passen drauf) und die Putenbrust auf den Hovergrill zusammen mit den restlichen halben Ribs. In die Pute kommt die Sonde des Funkthermometers, das Kabel wird durch die Öffnung des oberen Vents geführt. Um 8 Uhr Wasser in die Smokenatorwanne füllen und Hickory-Chips auf die Kohlen legen. Deckel zu und smoken! Die nächsten anderthalb Stunden alle 30 Minuten Chips nachlegen und weiter smoken.
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Nach insgesamt dreieinhalb Stunden die Ribs in Jehova packen (s. Rezept). Nach einer weiteren halben Stunde ist die Pute gar – runter damit und auskühlen lassen (s. Rezept).
06Eine weitere halbe Stunde vergehen lassen und einen AZK halb befüllt durchglühen (ca. 20 Minuten). Die Ribs auspacken und moppen. Die Schweineschulter in Jehova packen und für ca. 1 Std. beiseite stellen. Die glühenden Kohlen auf den Kohlenrost geben, die gemoppten Ribs auf dem Rost je Seite bei geschlossenem Deckel karamellisieren. Die Ribs servieren (s. Rezept).
Den Grill komplett leeren und neu mit dem Smokenator bestücken, das Schulterstück erneut im Bratenkorb in die Kugel stellen, diesmal auf den Grillrost. Weitere sechs Stunden low & slow garen. Eigentlich muss der Braten dann nochmal für eine Stunde in Jehova, damit die Säfte sich setzen, aber uns fehlte die Zeit und der Hunger drängte.
09Ich habe das Pork also direkt heiß gepulled, dabei ist viel Saft ausgetreten und die Fleischstreifen wurden ein wenig trocken, aber nur minimal. Besser also die Jehovastunde berücksichtigen!
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Fazit:
Alle drei Gerichte schmeckten superlecker und sind zur Nachahmung anempfohlen! Das Putenpastrami ist absolut problemlos, schmeckt mir besser als das Rinderpastrami und ist zudem fettärmer. Mein Favorit! Besonders lecker ist ein Pastramisandwich am nächsten Tag und auch ein Pulled Pork Burger schmeckt am nächsten Tag nochmal so gut. 😉
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Wer einen Weber OTG Gold sein eigen nennt und ganze 5 Stränge Baby Back Ribs (pro Person 1 Strang) garen möchte, hat ein Problem: der Rost (Durchmesser 57cm) ist zwar ganz schön gross, aber so geräumig nun auch wieder nicht. Glücklich, wer da einen Smokenator 1000 mit Hovergrill hat – denn durch den Hovergrill erreicht man fast eine Verdoppelung der Garfläche!

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Die Ribs habe ich ein paar Tage vorher beim Metzger vorbestellt. Am Tag vor der Vergrillung habe ich sie abgeholt und zuhause gesäubert, abgewaschen und getrocknet. Dann die Silberhaut der Knochenseite abgezogen und beidseitig ordentlich mit der Basic Barbecue Rub einmassiert. Ab in einen Müllbeutel und für 24 Stunden in den Kühlschrank. Die Ribs ca. 2 Stunden vor Grillstart aus dem Kühlschrank nehmen und auf einem Backblech in den kalten Ofen schieben, damit sie dort langsam Zimmertemperatur erreichen.

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Eine halbe Stunde vor Start den Smokenator vorbereiten: mit Brekkies voll befüllen, davon dann wieder 12 Stück entnehmen und im Anzündkamin durchglühen. Die glühenden Kohlen in den Smokenator füllen und die Wanne einsetzen und mit Wasser befüllen. Zusätzlich eine Form mit Wasser auf den Kohlegrill stellen. Den Grillrost aufsetzen. Die Hälfte der Ribs auf dem Rost verteilen, den Hovergrill darauf setzen und die restlichen Ribs oben drauf legen. Hickory Späne durch die runden Löcher des Smokenator auf die Glut geben und den Deckel des Webers schliessen. Beide Vents dürfen bei mir nur max. Bleistiftbreit geöffnet sein, dann hält der Smokenator die Temperatur über fast 6 Stunden.

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Während der ersten 2 Stunden alle halbe Stunde wieder Holzchips nachfüllen und smoken, was das Zeug hält. Alle dreiviertel Stunde den Wasserstand kontrollieren bzw. immer wieder voll nachfüllen. Nach gut 3,5 Stunden bei 110 bis 130° Celsius die Ribs entnehmen und einzeln in Jehova packen (jeweils mit einem Schluck Cidre oder Apfelsaft für die Feuchigkeit) und wieder zurück auf die Roste legen. Nach 1 Stunde einen Anzündkamin mit ordentlich Brekkies durchglühen (20-30 Minuten).
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Nach also insgesamt gut 1,5 Stunden die Päckchen entnehmen, die Ribs mit BBQ-Saucen eigener Wahl moppen und wieder auf die Roste geben. Dabei zur Karamellisierung ordentlich glühende Brekkies in den Smokenator füllen und den unteren Vent öffnen. Die Temperatur sollte gut 200° Celsius erreichen. Nach einer viertel Stunde die Ribs drehen und nach einer weiteren viertel Stunde servieren. Klasse! Ein Traum!!!

Wichtig beim Betrieb des Smokenators ist, den Deckel mit der Lüftungsklappe entgegensetzt aufzusetzen, damit sich Feuchtigkeit, Rauch und Hitze durch die Kugel ziehen, bevor sie entweichen! Sehr schön sieht man diesen Effekt auf den letzten beiden Fotos, wo die hinteren, dem Smokenator abgewandten, Ribs deutliche feuchter aussehen, als die der Hitze näher liegenden vorderen Stücke. Daher sollte das Grillgut zur Hälfte der Garzeit umverteilt werden!

Meine Erfahrung: die Ribs auf dem höher liegenden Hovergrill bekommen wesentlich mehr Hitze und Rauch ab, als die Ribs auf dem „normalen“ Grillrost. Während die Ribs auf dem Grillrost perfekt und noch einigermaßen bißfest am Knochen waren (schön saftig), waren die Ribs vom Hovergrill sehr dunkel, sehr rauchig (ich mag das ja!) und fielen fast vom Knochen. Die weiblichen Gäste bekamen daher die Ribs vom Grillrost und waren begeistert. Die Männer erfreuten sich hingegen an den köstlichen Ribs vom Hovergill. Ein perfekter abend.

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Die 3-2-1-Methode

Ribs gelingen sehr gut nach der sechs Stunden dauernden 3-2-1-Methode:

  • 3 Stunden low & slow auf dem Rost
  • 2 Stunden low & slow in Alufolie gewickelt (mit etwas Flüssigkeit) auf dem Rost
  • 1 Stunde low & slow gemoppt auf dem Rost

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Heute gilt’s: ich habe vom Metzger tatsächlich ECHTE Spare Ribs bekommen! Diese wie von Raichlen beschrieben in Cidre marinieren lassen (8 Uhr), danach mit der Basic BBQ-Rub gerubt (10.30 Uhr) und erneut ziehen lassen.

Danach folgte ich allerdings der low-and-slow-methode von „amazing ribs„, will sagen: ich habe den Weber nur an einer Seite mit Brekkies befüllt und auf 225° F kommen lassen. Dazu oberen Vent stets auf halb und unteren Vent ebenfalls auf halb. Auf den unteren Rost kam eine Wanne mit Cidre (kann auch Wasser oder sonstwas sein) und auf den Grillrost kam über die Kohlen eine zweite Schale mit Cidre, damit das Fleisch nicht austrocknet (15 Uhr). Die Ribs dann in den Holder gestellt (15.30 Uhr), schnell noch zuvor eingeweichte Hickoryspäne auf die Kohlen, Deckel zu und los. Regler unten voll auf, damit die Temperatur wieder steigt. Mmmh, Hickory riecht klasse!  Regler unten bei 225° F wieder auf halb.

Um 17 Uhr 6 glühende Brekkies nachgefüllt, die Temperatur ging bedenklich gegen 200° F! Bisschen Hickory dazu. Vent unten auf bis 250° F, dann wieder auf halb. Die Temperatur muss immer zwischen min. 200° und maximal 250° F liegen laut „amazing ribs“.

17.20 Uhr sinkt die Temperatur merklich, ich packe diesmal 8 Brekkies drauf. Mist. Die Temperatur geht nicht mehr unter 275° F (17.45 Uhr). Hab’s dann doch noch geregelt bekommen – ich glaub, ich schule um zum Lüftungstechniker. Um 19.45 Uhr wurden die Ribs auf 3 Arten gemoppt:

1. Stubb’s Bar-B-Q Sauce
Flüssiger als die gewohnten BBQ-Saucen, ideal zum Moppen. Voller BBQ-Geschmack, rauchig, lecker, leichte Schärfe. Platz 3 für mich.

2. Stubb’s Mopping Sauce Bar-B-Q Baste
Flüssiger als die gewohnten BBQ-Saucen, ideal zum Moppen. Als Baste zum Bestreichen während der Garzeit gedacht. Der Essiganteil gibt des Ribs eine ungewohnt leckere Säure. Platz 2 für mich.

3. Bull’s Eye Sweet Homestyle Blend (heisst neuerdings glaube ich „Brown Sugar & Hickory“?)
Dickflüssig, Dunkel, süss und rauchig. Die Süsse passt einfach wunderbar zu den Ribs, volle Punktzahl, für mich Platz 1.

Fazit:
1. Low & Slow ist die beste Art, Rippchen zu garen. Es war ein absoluter Hochgenuß! Auch wenn sich wieder mal zeigte, dass das Raucharoma leider nicht jedermans Sache ist, Herman Munster.
2. Öfter mal andere Saucen ausprobieren! Drei ganze Spare Ribs sind für 3 gestandene Männer unter alleiniger Begleitung von Cole Slaw fast zu viel – nicht jeder hat seinen Teil geschafft, gell Burnfather?
3. Mist, schon wieder keine Bilder der vollendeten Vergrillung gemacht, der Hunger war zu groß!
4. Baby Back Ribs sind besser als Spare Ribs: Sie brauchen nur knapp halb so lange, sind viel fleischiger und die Haut lässt sich viel einfacher entfernen.

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