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Posts Tagged ‘Wurst’

Ich habe mir mal zum Testen ein Paket bei clickandgrill.de bestellt. Die Lieferung erfolgte prompt.

Im Paket befindet sich eine dickwandige, gut schließende Styroporbox, in der sich die vakuumierten Produkte umgeben von Icepacks befinden. Daniel hatte mit mir einen Liefertermin vereinbart und DHL brachte die Ware auch wirklich am vereinbarten Tag (nur 1 Tag Laufzeit) – dem heissesten Tag des Jahres (bisher) mit max. 38°C Hitze! Und was soll ich sagen: die Icepacks waren noch gefroren, die Ware in vorbildlichem Zustand. So muss es sein.

Das Testpaket von clickandgrill.de

Das Testpaket von clickandgrill.de

Tja, was tun, wenn man am eigenen Wohnort und im Umkreis kein qualitativ hochwertiges Grillfleisch kaufen kann? Auf’s Grillen verzichten oder sich mit minderwertiger Ware begnügen? Nein. Denn zum Glück gibt es ja das Internet mit seinen Online-Shops und hier seit geraumer Zeit auch Versandhändler mit Fleisch und Wurst.

Als eigenständiges Versandunternehmen vertreibt clickandgrill.de ausschließlich Fleisch und Fleischprodukte aus der Produktion der eigenen Familienmetzgerei aus dem Herzen der fränkischen Schweiz. Die Tiere für die Fleischerzeugung kommen aus artgerechter Haltung von Erzeugern aus dem Umland. Dank der Errichtung eines Trockenreifungsraums kann clickandgrill zudem auch Fleischstücke in Dry Aged Gourmetqualität vom Simmentaler Fleckvieh liefern.

Zitat Wikipedia: „Die Trockenreifung ist die älteste und traditionellste Art der Fleischreifung. Hier hängt das Fleisch am Knochen im Ganzen, in Hälften oder in Teilstücken ab. Deshalb wird diese Methode auch als „Abhängen“ bezeichnet. Durch die langsame Dry Aging – Reifung von bis zu 8 Wochen wird die Fleischstruktur mürbe und durch den Wasserverlust von bis zu 30% intensiviert sich der Fleischeigengeschmack. Das macht Dry Aged Beef bei Gourmets besonders beliebt.“

Abgehangenes Fleisch hat einen typischen dunklen Reiferand, der durch Wasserverlust und Luftkontakt entsteht und einen herrlich konzentrierten Geschmack aufweist.

Genug geplaudert, schreiten wir endlich zur Verkostung!

1. Grobe Bratwurst, gebrüht
Eine grobe Bratwurst nach Thüringer Art mag ich sehr gerne und diese schmeckt so wie ich erwartet hatte: sehr lecker!

Grobe Bratwurst Thüringer Art

Grobe Bratwurst Thüringer Art

Ich habe zur Wurst ganz klassisch Sauerkraut gekocht und einen Bautz’ner Senf gereicht.

2. Fränkische Bratwurst, gebrüht
Die Fränkische Bratwurst ist meine Lieblingsbratwurst, allerdings kannte ich diese bisher nur mittelgrob gewolft und frisch. Hier also eine fein gewolfte, gebrühte Bratwurst! So schlecht wie auf diesem Bild habe ich noch nie eine Wurst gegrillt, ich bitte um Nachsicht, da ich ans Telefon musste, die Würste indirekt geschoben habe und den Deckel geschlossen.

Fränkische Bratwurst - schlecht gegrillt.

Fränkische Bratwurst – von mir leider schlecht gegrillt.

Dem Geschmack hat’s aber zum Glück keinen Abbruch getan, die Würste (mit Händlmaier Grillsenf) schmeckten ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurden sie ja schließlich auch beim internationalen Wettbewerb 2013 mit der Goldmedaille. Zu Recht, wie ich finde.

3. Dry Aged Rib Eye Steak, Gourmetqualität
Tolle Marmorierung, guter Fettanteil, schöne Reifungsfarbe. Das sieht schonmal vielversprechend aus! Wer ein dickeres/schwereres Steak wünscht, kann dies übrigens bei clickandgrill auch entsprechend bestellen – ein guter Service!

Für den perfekten Geschmack muss ein Steak beidseitig in der Pfanne oder auf dem Grill gut gebräunt werden (Maillard-Reaktion). Das sollte bei hoher Temperatur unter häufigem Wenden und Bewegen des Steaks erreicht werden. Zuvor das Fleisch leicht ölen (hoch erhitzbares Öl wie Sonnenblume, Raps, Erdnuß) und salzen – und dann los!

Dry Aged Rib Eye Steak.

Dry Aged Rib Eye Steak.

Ist die Bräunung erreicht, das Steak bei 70-80°C bis zur gewünschten Kerntemperatur (KT) gar ziehen. Ich mag’s medium-rare und schneide das Steak bei einer KT von 58°C auf.

Dry Aged Rib Eye Steak, medium-rare.

Dry Aged Rib Eye Steak, medium-rare.

Perfekt. Und ein wahrer Hochgenuß. Einfach nur köstlich, ganz tolles Fleisch mit einem hervorragenden, der Trockenreifung zu dankenden Geschmack.

4. Dry Aged T-Bone Steak, Gourmetqualität
Das T-Bone Steak ist DER amerikanische Klassiker für den Grill – ein Steakzuschnitt, den jeder Griller einmal auf dem Rost gehabt haben sollte. Auch hier sehe ich eine hervorragende Marmorierung und eine schöne Reifungsfarbe mit ausgeprägtem Reifungsrand. Auch hier lassen sich dickere Stücke ganz nach Wunsch bestellen. Auf geht’s: Ölen, salzen, grillen und bräunen!

Dry Aged T-Bone Steak.

Dry Aged T-Bone Steak.

Ich wiederhole mich gerne: Ist die Bräunung erreicht, das Steak bei 70-80°C bis zur gewünschten Kerntemperatur (KT) gar ziehen. Ich mag’s medium-rare und schneide das Steak bei einer KT von 58°C auf.

Dry Aged T-Bone Steak, medium-rare.

Dry Aged T-Bone Steak, medium-rare.

Auch hier wiederhole ich mich: Perfekt. Und ein wahrer Hochgenuß. Einfach nur köstlich, ganz tolles Fleisch mit einem hervorragenden, der Trockenreifung zu dankenden Geschmack. Der für ein T-Bone typische winzige Filetteil ließ sich mit der Gabel vom Knochen puhlen, so weich war er. Klasse.

Fazit: clickandgrill.de bietet Fleisch (-waren) von lokalen Erzeugern in höchster Qualität zu vernünftigen Preisen. Ich bin begeistert!

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Mia und Heinz sind direkte Nachbarn meiner Schwiegereltern auf dem Land und ebenso wie diese im fortgeschrittenen Alter. Landfrauen jener Generation haben ihr Leben lang selber gewurstet – mit ursprünglichen, teils deftigen und stets köstlichen Ergebnissen.

Heinz‘ Bruder hält Bunte Bentheimer Schweine, von denen Mia kürzlich gewurstet und mich reichlich beschenkt hat: gekochtes Mett, Schwartemagen, Schmalz, Wurste- und Leberbrot sowie eine ganze Knochenwurst. Knochenwurst??? Hatte ich zuvor noch nie gehört! Mia kommt gebürtig aus dem Sauerland und hergestellt wird die Knochenwurst dort in der Gegend um Winterberg und Medebach. Wie so viele ehemalige Arme-Leute-Speisen ist die Knochenwurst inzwischen ebenfalls zur Spezialität der regionalen Küche aufgestiegen.

Relativ grob gehackte Schweinsknochen (mit wenig Fleischresten dran) werden mit Schweinehackfleisch und gehackten Zwiebeln sowie reichlich Senfkörnern vermischt, gesalzen und gepfeffert. Weitere Gewürze können je nach Familienrezept zugefügt werden. Die Masse wird in einen großen Darm gefüllt, verschnürt und geräuchert.

knochenwurst1

Zum Verzehr wird die Wurst bis zur Hälfte in kochendes Wasser gelegt und gute zwei Stunden auf kleinster Flamme langsam gegart.

knochenwurst2

Dann wird sie am Tisch aufgeschnitten serviert und jeder Gast darf sich bedienen.

knochenwurst3

Als Beilagen werden Sauerkraut und Kartoffelpüree gereicht.

Fazit: die Knochenwurst ist mal ganz was Neues bzw. die Wiederentdeckung von etwas sehr Altem. Die Form der Herstellung ist für mich sehr archaisch, beim Kochen der Wurst ziehen Schweineschwaden durch die Küche und das Herauspicken von Knochen und Mettstückchen nach dem Aufschneiden, das Abnagen von Fleischfitzelchen an den Knochen gemahnen an frühere, wesentlich schlechtere Zeiten. Geschmacklich ist die Wurst sehr kräftig und bäuerlich – eine klare Empfehlung für Besucher des Hochsauerlands und Freunde der deftigen Regionalküche.

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Ich liebe Würste. Immer schon. Ob luftgetrocknet oder geräuchert, roh, gekocht, gebraten oder gegrillt.
 
Und ich liebe Blutwurst, Rotwurst, Schwarzwurst. Die brat- und grillfähige Version einer Blutwurst heißt in unserem Teil Westfalens „Wurstebrot“, denn ihr wird Roggenschrot beigemischt. Wurstebrot ist sehr lecker, sehr sättigend und bedarf eigentlich keiner weiteren Beilage außer süß-sauer eingelegten Gartengemüsen. Wurstebrot gibt es traditioneller Weise in den Schlachtmonaten November und Dezember. Als Kind habe ich mich fast genauso drauf gefreut wie auf die Weihnachtsgans.
 
Umso größer war meine Freude, als ich kürzlich im Großmarkt eine Bratblutwurst entdeckte. Endlich! Nach einer Bratblutwurst (rheinländisch „Flönz“) suchte ich schon lange vergebens, sie ist in unseren Breiten einfach zu wenig bekannt. Diese Entdeckung habe ich gestern als „Flönz mit Himmel un Ääd“ gefeiert. 😉
 
 
So geht’s: Bratblutwurstscheiben mehlieren und beidseitig in halb Butter, halb Sonnenblumenöl kross ausbraten. Aus der Erde („Ääd“) kommen die Kartoffeln und werden als Salzkartoffeln mit Butter, Milch, Salz und reichlich Muskatnuss zu einem leckeren Stampf/Püree verarbeitet. Zwiebelringe in Butter braten, leicht pfeffern, Spalten eines sauren Apfels („Himmel“) zugeben, mit Zucker karamellisieren und mit einem guten Schluck Calvados flambieren.
 
Dazu paßt ein feinherber, fruchtbetonter Riesling oder – noch besser – ein malziges Bockbier.
 

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Die heiß ersehnten Sommertage haben mich gestern abend mal wieder mediterran grillen lassen. Die Anregung zu den Auberginenröllchen habe ich vom Sven, das grundlegende Rezept zur Chorizowürzung von meinem lieben Freund Andy. Vielen Dank dafür!
2 Lorbeerblätter
2 TL Oregano
2 TL Pfefferkörner, weiß
2 EL grobes Salz
1 EL Koriandersamen
0,5 TL Cuminsaat
in einer Gewürzmühle oder mit dem Mörser pulverisieren und zu
800g Mett
200g Rinderhackfleisch
geben. Sorgfältig verkneten mit
60 ml Sherry-Essig
4 Knoblauchzehen, gepresst
1 Zwiebel, gerieben
2 EL Paprika edelsüß
1 TL Chilipulver
und kalt stellen. Für 7 Röllchen habe ich ca. 350g Hack gebraucht. Das restliche Hack bei 4°C im Kühlschrank bis zum nächsten Tag aufbewahren und dann verbrauchen.
Eine Aubergine längs in schmale Scheiben schneiden. Diese salzen und 15 Minuten Wasser ziehen lassen. Abspülen, trocken tupfen und mit dem Chorizohack gefüllt aufrollen und mit Rouladenringen fixieren.
Auf dem Grillrost bei geschlossenem Deckel bei 200°C 20 bis 30 Minuten indirekt garen, dabei einmal wenden. Danach kurz übers Feuer ziehen und fertig.
Servieren auf einem Beet von Grillpaprikastreifen mit einer Mojo Rojo und/oder Aioli, mit geriebenem Manchego bestreuen. Dazu etwas Baguette und einen kühlen Rosé.
Lecker war’s!

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Kurzer Grillabend bei den Eltern, Gottseidank steht da noch meine alte Landmann 47er Kugel. Seit der Grill-WM wollte ich ja unbedingt Udos Pflaumen-Wasabi-Würste nachgrillen. Ok, ich habe natürlich hier im Nordwesten keine Coburger zur Hand, aber Damhues tun’s in diesem Fall auch.
Die Würste längst einschneiden. Trockenpflaumen klein schneiden. Wasabi in die Wurst streichen und die Pflaumenstreifen hinein schieben. Die Würste abschließend mit Bacon umwickeln.
Die Würste kommen in der gut angeheizten Kugel in den indirekten Bereich und sind fertig, wenn der Speck kross wird. Vorne im direkten Bereich laufen für den schnellen Hunger noch vier Testhäppchen mit.
Hätten noch mehr Röstaromen vertragen können, aber gut.
Noch extra Wasabi dabei und rein damit. Lecker! Ich hatte den Wasabi, der ja bekanntlich sehr scharf ist, nur sehr sparsam in die Würste gestrichen. Mit dem Ergebnis, dass man ihn kaum mehr schmeckte! Im Garprozess verliert er anscheinend deutlich an Schärfe. Mein Tipp daher: einen kompletten Strang in die Wurst geben und mit Pflaume verschließen.
Danke für die schöne Idee, Udo!

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Seit einem guten Jahr haben wir einen jungen Metzgermeister am Ort, der offen ist für Vorschläge und Experimente und der für uns frische Bratwurst thüringer Art hergestellt hat!
Fleisch:
2Kg Nacken
2Kg Schulter
1Kg Bauch, etwas fetter
Gewürze – alle trocken und gemahlen:
84g Salz
4g Pfeffer
2g Muskat
6g Kümmel
4g Knoblauch
8g Majoran
Das Fleisch klein schneiden und mit den Gewürzen vermischen.
Die Masse einmal durch 3mm wolfen, Dann 1/3 abteilen und dieses erneut durch 3mm wolfen. Die Massen gut vermischen und in 24-26 Saitlinge füllen.
Brennvatti schürt das Holzkohlefeuer in der Kugel.
Schöner als jede Perlenkette, die Würste vom Jens.
Los geht’s!
Rundum angegrillt, herrlich!
Nur mit Senf, mehr braucht’s nicht.
Die schmeckte hervorragend! Mehr Kümmel kann noch dran, aber ansonsten köstlich! Pro Nase gingen 5-7 Würste über den Grillrost, denn Beilagen gab es ja keine.
Da werden wir jetzt öfter mal beim Jens wursten lassen: Lob, Preis und Ehr‘ sei unserem jungen Metzgermeister!

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Der Frühling ist da und ich hab‘ Bock auf Gemüse. Und da ist noch Chorizo vom Malletrip im Kühlschrank, die ist heute auch fällig.
Eine grüne Paprika, eine große rote Pepperoni, eine Aubergine, eine Möhre und 4 Stangen Staudensellerie schnippeln. Zwei Zwiebeln schneiden, 3 große Knoblauchzehen hacken. Kartoffeln schälen und würfeln. Die Chorizo klein schneiden. Im Bild ist noch ein halbes Paket Brechbohnen aus der Kühltruhe.
Die Chorizoscheiben in Olivenöl anbraten.
Zwiebeln dazu geben und braten.
Knoblauch und Chiliflocken zugeben.
Das Gemüse einrühren und braten für Röstaromen.
Die Karoffeln einrühren.
Ein Liter Hühnerbrühe und die Bohnen kommen auch in den DOpf.
Erstmal zum Kochen bringen. Dann noch eine große Dose Tomaten (gesäubert) samt Flüssigkeit sowie an Gewürzmischung Zucker, Salz, schwarzen Pfeffer, Bohnenkraut und Oregano zugeben.
Eine Stunde leicht köcheln lassen und fertig!
GemüseeinDOpf rockt!
Lecker war’s!

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