Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘BBQ Oil’

Gestern haben Brennvatti und ich uns wieder mal zum Championsleaguegrillen getroffen. Er hatte noch Kachelfleisch im Froster gehabt und dieses einige Stunden vorab in aufgetautem Zustand in einer Fertigmarinade ziehen lassen: dem BBQ-Oil von Caj P. aus Schweden. Ein Mitbringsel seines Bruders aus dem skandinavischen Angelurlaub.
Der Smokey Joe wurde mit Holzkohleglut beschickt und das Kachelfleisch unter häufigem Wenden kurz gar gegrillt. Das Kachelfleisch wird übrigens wirklich nur von ganz groben Fettstücken pariert und kommt ansonsten „wie es ist“ auf den Grill! Das Fleisch war mal wieder klasse, sehr zart und saftig, das Fett ist wirklich verdammt lecker.
Der Geschmack des BBQ-Oils erinnerte mich dann aber doch sehr an das Neonfleisch aus den Metzgertheken meiner Kindheit: sehr flach. Gesalzen und gepfeffert haben wir übrigens erst am Teller, um das marinierte Fleisch unverfälscht begutachten zu können. 

Fazit: eine okaye Basis für Grillmarinaden, mehr nicht. Zudem ist das Öl auch mit dem Makel eines E/Konservierungsmittels behaftet. Übrigens habe ich diverse Marinaden von Caj P. erst vor kurzem im Großmarkt gesehen, es gibt sie also bereits in Deutschland.

Ich hatte als Überraschung zwei selbst marinierte Nackensteaks mitgebracht. Das ursprüngliche Rezept verdanke ich einem FB-Link von Grillkollege Mancini zu „Essen&Trinken“, besten Dank dafür! Meine Modifikation des Rezeptes geht so:
150ml Ketchup mit 2 EL Sweet Chilisauce und 1 EL Honig mischen. Ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und dazu reiben. Den Abrieb einer Zitrone und den Saft einer Hälfte davon zugeben. Je einen TL Cuminsaat und Koriandersamen in einer Pfanne fettfrei anrösten, mit etwas grobem Salz mörsern und mit einem TL Knoblauchpulver unterrühren. Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken: lecker!
Die Nackensteaks in einen TK-Beutel geben und mit der Sauce bedecken, dabei etwas von außen kneten. Im Kühlschrank für gute 2 Stunden ruhen lassen. Man kann auch etwas Sauce vorab beiseite stellen und später zum Grillfleisch reichen.
Die Steaks werden ca. 15 Minuten indirekt gar gezogen, dann kurz beidseitig über der Glut gegrillt für Röstaromen. Aufpassen: der Zucker aus Honig und Ketchup macht sich hier bemerkbar, er wird schnell schwarz und damit leicht bitter.
Fazit: eine tolle Selbstbau-Marinade, die ich zur Nachahmung empfehlen kann! Nächstes mal werde ich noch etwas frische Zwiebel hinzu reiben und den Knoblauch ebenfalls frisch verwenden/hinzu pressen. Etwas Chili kann zudem nicht schaden.
Die weiteren Ergebnisse des Abends: HB München Helles (neu bei unserem Getränkeverleger) schlägt Aktien Helles deutlich (sorry nach Franken!), letztendlich gewinnt aber wieder Hannen Alt. Lucky Strike „unbehandelt“ schlägt American Spirit. Schalke schlägt Inter.

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: